Ein Ortskern wird neu „eingekleidet“
Es geht vor allem um Aufenthaltsqualität
KRANENBURG. Mit einer gut besuchten Informationsveranstaltung hat die Gemeinde Kranenburg den offiziellen Auftakt für den Umbau des Ortskerns eingeläutet. Rund 250 Interessierte folgten am Dienstagabend der Einladung ins Bürgerhaus Kranenburg, um sich über die Planungen für Große Straße und Marktplatz zu informieren und ihre Fragen direkt an die zuständigen Experten zu richten.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung eines umfassenden Umgestaltungskonzepts, das den historischen Ortskern von Kranenburg grundlegend verändern soll. Unter dem Leitbild „Unsere Grüne Gartenstadt“ werden Große Straße und Marktplatz zu einer Fußgängerzone umgestaltet. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und den Ortskern deutlich zu begrünen. Ein prägendes Element der Planung ist ein offen geführter Bachlauf, der in der Großen Straße beginnt, entlang der Fußgängerzone bis zum Marktplatz verläuft und dort in ein Wasserelement mit Fontänenfeld mündet.
Auf dem Marktplatz greift der Bachlauf bewusst eine Herzform auf – ein Gestaltungssignal für das Herzstück Kranenburgs. Ergänzt wird das Konzept durch Baumpflanzungen, Sitzgelegenheiten, Spielbereiche und den sogenannten WIR-Baum als zentrales Element auf dem Marktplatz. Bislang befestigte Flächen werden in großem Umfang entsiegelt und durch Grünflächen ersetzt.
Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Martin Kepser machte Markus Wessel von ExperConsult den Auftakt der Fachvorträge, der als Verantwortlicher für das Quartiersmanagement den Weg bis zur aktuellen Planung nachzeichnete. Bereits seit 2022 laufen die Überlegungen, wie der Ortskern von Kranenburg wieder mit mehr Leben gefüllt und attraktiv gestaltet werden kann.
Anschließend stellte Carolin Kemkes-Güner vom Planungsbüro Geo3 das Gesamtkonzept sowie einzelne Gestaltungselemente vor. Marco Wellmans (Ingenieurbüro Fuhrmann und Keuthen) erläuterte die technische Umsetzung im Detail: Er informierte über die geplanten fünf Bauabschnitte und Zeitpläne, sodass die Anwesenden konkret nachvollziehen konnten, wann welche Maßnahme auf sie zukommt. Die künftige Fußgängerzone bleibt für den Anlieferungsverkehr täglich zwischen 7 und 11 Uhr befahrbar. Außerhalb dieser Zeiten regeln elektrisch absenkbare Poller die Zufahrt. Die genaue Ausgestaltung der Zufahrtsregelungen wird im weiteren Planungsprozess abgestimmt. Der Baubeginn ist für die 45. Kalenderwoche vorgesehen. Die Arbeiten erfolgen in fünf aufeinanderfolgenden Bauabschnitten. Über Bauzeiten, Verkehrsführungen sowie Regelungen für Anlieger und Gewerbetreibende wird jeweils rechtzeitig vor Beginn des entsprechenden Abschnitts informiert. Die Gemeinde Kranenburg wird die Beeinträchtigungen so gering wie möglich halten. Die Erreichbarkeit für Fußgänger sowie für Rettungs-, Entsorgungs- und Versorgungsfahrzeuge bleibt in allen Bauphasen gewährleistet.
Im Anschluss an die Fachvorträge folgte ein offener Austausch, bei dem zahlreiche Fragen und Anmerkungen eingebracht wurden. Das Team der Gemeinde Kranenburg sowie die drei Experten standen für alle Themen zur Verfügung. Wer im Nachgang weitere Fragen hat, darf sich jederzeit an die Gemeinde Kranenburg wenden.
Die Gemeinde Kranenburg wird die Bürger auch in den kommenden Monaten aktiv über den Fortgang des Projekts informieren. Auf den Kommunikationskanälen der Gemeinde werden einzelne Bauabschnitte, Maßnahmen und Details schrittweise vorgestellt. Im Herbst ist zudem eine Bürgerbeteiligung zum Gestaltungs- und Bepflanzungskonzept geplant, zu der rechtzeitig eingeladen wird.