Ein neuer Spielplatz für Niedermörmter
Ministerin Silke Gorißen brachte zwei Förderbescheide nach Kalkar
Es war also nun wirklich an der Zeit, die Spielelemente auszutauschen und durch neue zu ersetzen. Eine Förderung der Landesregierung, die mit einem Förderprogramm Dörfer, Kommunen und Einrichtungen im ländlichen Raum stärken möchte, macht die Umsetzung jetzt möglich. Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen brachte nun gleich zwei Förderbescheide mit einer Gesamtsumme von knapp 252.000 Euro nach Kalkar.
Die Stadt Kalkar hat bereits 2021 mit der Erstellung eines Spielplatzkonzeptes einen Rahmenplan zur stufenweisen Umsetzung geschaffen. In Appeldorn konnte im vergangenen Jahr bereits der erste Spielplatz umgestaltet werden. 21 weitere sollen im gesamten Kalkarer Stadtgebiet folgen. Der Spielplatz „Kirchenacker“ ist der zweite Spielplatz, der nun eine Generalüberholung erhält. Am vergangenen Montag haben die Arbeiten begonnen.
Mitarbeiter der beauftragten Firma nahmen die Rutsche mit Turm und die Doppelschaukel auseinander. „Beides wird vom Städtischen Bauhof nun gelagert. Wir schauen in Ruhe, wo die Spielgeräte noch eingesetzt werden können“, sagt Dames. In Niedermörmter werden sie jetzt aber durch einen neuen Kletterturm, eine Kletter- Rutschkombination sowie eine Doppelschaukel ersetzt. Auch ein Balanciermikado sowie ein barrierefreies Trampolin sind geplant.
„Es wird hier Spielbereiche für zwei unterschiedliche Altersgruppen geben: Einen Kleinkind-Bereich bis fünf Jahren und einen für ältere Kinder“, sagt Dames. Zusätzlich soll der Spielplatz einen zentralen und bepflanzten Aufenthalts- und Sitzbereich für alle Generationen erhalten, die – ebenso wie der komplette Spielplatz – barrierefrei errichtet werden.
Insgesamt wird der Spielplatz etwa 150.000 Euro kostet. Aus dem Struktur- und Dorfentwicklungskonzept hat die Stadt Kalkar eine Förderung in Höhe von 98.745 Euro erhalten. Im Dezember sollen die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen werden.
Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen überreichte aber noch einen zweiten Förderbescheid in Höhe von 153.387 Euro, die für den Bau einer Sport- und Freizeitanlage am Schulzentrum in Kalkar gedacht sind. Hier soll nämlich ein sogenannter „Sportcage“ entstehen, also eine Art „Käfig“, in dem Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene mit einem Ball etwa Fußballspielen können, ohne dass dieser die Fläche verlässt. Neben den Schulen soll davon auch die Allgemeinheit profitieren. Denn nach Schulschluss könne der „Sportcage“ nach seiner Fertigstellung von Jedem benutzt werden, der Achtsam mit ihm umgehe, verspricht Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz.
Ohne die Fördermittel des Landes seien diese beiden Projekte nur schwer zu finanzieren gewesen. „Gerade aus der Umsetzung von Infrastrukturprojekten sind Fördermittel nicht mehr wegzudenken, weil sie eben einen Teil, der Finanzierung übernehmen. Insofern bin ich sehr dankbar, dass die Förderung an dieser Stelle geklappt hat.“
Silke Gorißen freute sich ebenfalls, dass sie zwei Förderbescheide in beachtlicher Höhe nach Kalkar bringen durfte: „Die ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen sind ein Wohn- und Lebensmittelpunkt vieler Menschen und vermitteln ihnen ein Gefühl der Heimat. Die Landesregierung setzt sich daher für starke und lebendige Dörfer, Kommunen und dortige Einrichtungen ein.“
Neugestaltete Spielplätze würden die Lebensqualität der Menschen vor Ort verbessern. „Heutzutage stehen in vielen heimischen Gärten ein Klettergerüst, eine Rutsche und ein Trampolin. Aber die Kinder bleiben dabei zuhause für sich. Auf dem Spielplatz treffen sie sich, spielen zusammen und haben das soziale Miteinander, so wie wir früher. Wir waren früher viel draußen auf dem Spielplatz“, erinnert sich Gorißen. Das solle auch heute wieder mehr so gelebt werden, weshalb ihr Ministerium solche Projekte gerne unterstütze.
Sabrina Peters