Ein Leben für die Zupfmusik
Willi Korsten ist seit 40 Jahren Dirigent der Gocher Mandolinenfreunde
GOCH. Musik ist für ihn eine Leidenschaft, die er seit Jahrzehnten für Freunde der Zupfmusik erfahrbar und hörbar macht. Willi Korsten ist seit 40 Jahren Dirigent der Gocher Mandolinenfreunde.
Von Kindesbeinen an hat Musik für den heute 69-Jährigen eine besondere Bedeutung. Die ersten musikalischen Gehversuche hat er bereits als Achtjähriger bei den legendären „Singknaben“ der damaligen Kirchengemeinde Liebfrauen unternommen. Mit zehn Jahren bekam er zu Weihnachten eine Gitarre geschenkt. Es folgte Gitarrenunterricht beim unvergessenen Peter d’Hone, dem damaligen Dirigenten der Mandolinenfreunde. Zunächst im Schülerorchester und später im Hauptorchester wirkte Willi Korsten als Gitarrist mit. Als junger Mann übernahm er die Leitung des Schülerorchesters und war für zahlreiche Kinder ein geduldiger Ausbilder. Als Vizedirigent war er neben Peter d’Hone viele Jahre der zweite Mann am Pult. Neben seinem Engagement für die Mandolinenfreunde war seit seinem 16. Lebensjahr Gitarrist in verschiedenen Tanzbands, mit denen er bis in die 90er-Jahre durch die Säle am ganzen Niederrhein tingelte. Seine Leidenschaft ist aber bis heute die Zupfmusik geblieben. Am 3. Mai 1985 übernahm Willi Korsten schließlich den Dirigentenstab von Peter d’Hone, der nach 25 Jahren aus Altersgründen den Platz am Pult frei machte. Seitdem hat Willi Korsten die Mandolinenfreunde äußerst erfolgreich geführt. Die damals von ihm selbst bei der Stabübergabe geäußerten Zweifel, ebenfalls 25 Jahre als musikalischer Leiter agieren zu können, hat er längst deutlich widerlegt. Für seine ehrenamtliche Arbeit erhielt er bereits die Verdienstmedaille des Bundes Deutscher Zupfmusiker, eine nur selten vergebene Auszeichnung. Mit der Verleihung der Pro-Musica-Plakette durch den Bundespräsidenten zum 100-jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 2023 gab es für ihn persönlich einen bisherigen Höhepunkt in seinem musikalischen Wirken. Wer Willi Korsten kennt weiß, dass er sich keineswegs auf diesen Lorbeeren ausruhen wird. Im Gegenteil. Unermüdlich arbeitet er schon wieder mit seinen Mandolinenfreunden an neuen Aktivitäten. Die nächste soll bereits am 15. Juni in Form eines Kaffeekonzertes im Vereinslokal „Litjes“ mit neuem Programm über die Bühne gehen. Kleinere und größere Auftritte, Ständchen und Konzerte zum Beispiel in Seniorenheimen, bei Geburtstagen, Jubiläen und Ähnliches sind geplant, bis hin zum traditionellen Weihnachtskonzert alljährlich am vierten Adventssonntag.