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Die Führungsriege der Pro Homine und des Emmericher Krankenhauses: (v. l.) Karl-Ferdinand von Fürstenberg, Dr. Alexander Schmithausen, Johannes Hartmann und Dr. Jochen Heger. NN-Foto: MB
12. Mai 2022 · Michael Bühs · Emmerich

Ein Klever wird Direktor des St.-Willibrord-Spitals

Dr. Alexander Schmithausen setzt auf Langfristigkeit und Stabilität

EMMERICH. Die Pro Homine hat die Weichen für die Zukunft des St.-Willibrord-Spitals in Emmerich gestellt. Seit Mai ist Dr. Alexander Schmithausen der neue Krankenhaus-Direktor. Zudem übernimmt er ab Juli auch das Amt des stellvertretenden Geschäftsführers der Pro Homine an der Seite von Karl-Ferdinand von Fürstenberg. Dieser tritt die Nachfolge des scheidenden Geschäftsführers Johannes Hartmann an.

Schmithausen wird sich vor allem in Emmerich aufhalten, „um den Standort zu stärken“, erläutert von Fürstenberg, der daran erinnert, dass schwierige Jahre hinter dem St.-Willibrord-Spital liegen: „Die Ergebnissituation vor einigen Jahren war nicht gut. Die hat sich aber trotz der Pandemie verbessert, wir konnten das hohe Defizit deutlich reduzieren.“ Zwar gab es Einbußen bei der stationären Versorgung, berichtet Hartmann, „aber die Patientenzahlen steigen wieder“.

Maßgeblich verantwortlich dafür sind die beiden „Leuchttürme“, wie von Fürstenberg die Wirbelsäulenchirurgie und die Orthopädie nennt. Sie stehen auch im Mittelpunkt der neuen Krankenhausplanung NRW, die für den Standort Emmerich eine Herausforderung werden dürfte. „Aber wir werden es schaffen“, ist von Fürstenberg überzeugt.

Der neue Krankenhaus-Direktor wird dabei ebenfalls eine wesentliche Rolle spielen. Die Weiterentwicklung des St.-Willibrord-Spitals hat Alexander Schmithausen ganz oben auf seiner Agenda stehen: Er werde „den Standort genau analysieren und dann ein langfristiges Konzept entwickeln“. Verbesserungspotenzial sieht es unter anderem in der Prozessoptimierung, „da kann ich meine Erfahrung einbringen“.

Der 37-jährige Schmithausen ist gebürtiger Klever, hat neben dem Master der Volks- und Betriebswirtschaft auch ein Management-Programm in Gesundheitsökonomie absolviert sowie in München in Humanbiologie promoviert. Er war als Berater im Gesundheitswesen für verschiedene Unternehmen tätig, dabei für die Neuausrichtung von Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen und Gesundheitsorganisationen im In- und Ausland verantwortlich. „Er bringt viel Erfahrung mit“, ist sich von Fürstenberg sicher.

Zu den familiären Wurzeln

Sein neuer Stellvertreter freut sich nicht nur, dass er wieder zurück in der Heimat ist, bei seinen „familiären Wurzeln“, sondern dass er wieder „verstärkt operative Aufgaben übernehmen“ kann. Dabei sucht er in der neuen Herausforderung in Emmerich „Langfristigkeit und Stabilität“ und will diese auch am Krankenhaus, gemeinsam mit von Fürstenberg, angehen und umsetzen. Dabei werde er zudem viel Wert auf Teamarbeit legen. Dazu lerne er derzeit die Strukturen, Prozesse und Mitarbeiter in Emmerich kennen. „Ich fühle mich bereits aufgenommen und akzeptiert“, erzählt Schmithausen.

Pünktlich zum Amtsantritt gab es auch gleich ein „Geschenk“ seitens der Landesregierung: eine Förderung über 4,2 Millionen Euro für den Ausbau der Altersmedizin in Emmerich (die NN berichteten). Schmithausen wertet dies als „tolles Zeichen für den Standort und die Mitarbeiter“. Von Fürstenberg sieht die Bewilligung der Gelder als ein Verdienst von Johannes Hartmann: „Er hat das Land überzeugt, die Altersmedizin in Emmerich zu fördern.“ Nun könne man erforderliche Renovierungen und Umstrukturierungen angehen.

Generell sieht von Fürstenberg am St.-Willibrord-Spital mit seinen rund 600 Mitarbeitern „viele Exzellenzen. Wenn man an einem kleinen Rädchen dreht, entwickeln sich viele Dynamiken. Das stimmt uns positiv für die weitere Entwicklung.“

Michael Bühs

Die Führungsriege der Pro Homine und des Emmericher Krankenhauses: (v. l.) Karl-Ferdinand von Fürstenberg, Dr. Alexander Schmithausen, Johannes Hartmann und Dr. Jochen Heger. NN-Foto: MB

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