Ein Jahrzehnt Hilfe und Austausch für neuromuskulär Erkrankte in Kleve
Selbsthilfegruppe bietet regelmäßige Treffen und Aktivitäten
KLEVE. „Manchmal sind die Dinge, die wir nicht ändern können, genau die Dinge, die uns ändern.“ Unter diesem Leitgedanken wurde im Jahr 2016 die Selbsthilfegruppe für neuromuskulär Erkrankte und deren Angehörigen mit der Unterstützung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Kleve gegründet. Nun feiert die Gruppe ihr zehnjähriges Bestehen.
Muskelkrankheiten äußern sich häufig durch Muskelschwäche, Steifheit, Gleichgewichts- und Koordinationsschwierigkeiten. Es gibt rund 800 verschiedene Arten neuromuskulärer Erkrankungen. Hierzu zählen unter anderem Parkinson, Myasthenia gravis, ALS und Muskeldystrophien. Die Ursachen sind vielfältig und oft zu wenig erforscht. Die Erkrankungen sind nicht heilbar, und die Symptome begleiten die Betroffenen ihr ganzes Leben. Der Austausch in einer Selbsthilfegruppe stellt daher eine wertvolle Unterstützung neben Therapien und medizinischen Hilfen dar.
Die Selbsthilfegruppe zählt mittlerweile etwa 14 Teilnehmer verschiedener Altersgruppen. Die Treffen finden alle sechs Wochen im Familienforum Kermisdahl in Kleve statt. Darüber hinaus veranstaltet die Gruppe diverse Ausflüge wie eine Führung durch den Tierpark Kleve, kleine Schifffahrten und gemeinsame Essen. Auch Vorträge sind immer mal wieder im Programm.
Wer selbst von einer Muskelerkrankung betroffen ist und sich angesprochen fühlt, kann sich bei der Gruppenleitung Gudrun Gladis, Telfon 02821/98659, und Christei Eren, Telefon 02821/9976623, melden. Neuzugänge sind willkommen. Allgemeine Informationen zum Thema Selbsthilfe erhält man auch beim Selbsthilfebüro des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Telefon 02821/7800-12, und per E-Mail an selbsthilfe-kleve@paritaet-nrw.org.