Vier Männer, darunter Tobias Kocken, beim Herbstfest in Kevelaer, posieren lächelnd vor einem Geschäft.
8. Juli 2026 · Thomas Langer · Kevelaer

Ein Herbstfest für Kevelaer

UVK und Pro Motion Bochum rufen zur Teilnahme am neuen Format auf

KEVELAER. Kevelaer hat viel mehr zu bieten als „nur“ den Wallfahrtsaspekt: Mit diesem Grundgedanken bastelt die Unternehmervereinigung Kevelaer (UVK) derzeit zusammen mit der Eventagentur Pro Motion Bochum an einem neuen Veranstaltungsformat: von Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. Oktober, soll das „Herbstfest Kevelaer“ Premiere feiern.

Der vorläufige Plakatentwurf macht bereits Lust auf mehr: Streetfood, Streetart, Kunst, Handwerk, Skulpturen, ein bunter Herbstmarkt, ein holländischer Blumenmarkt: „Ein Fest für alle“ soll es werden, sagt Felix Moeselaegen von der UVK. Und mit der Pro Motion Bochum um Inhaber Peter Lihs habe man einen zuverlässigen, weil erfahrenen Partner für das ambitionierte Projekt gefunden.

„Das Ziel ist ein hochattraktives Stadtfest mit Strahlkraft“, sagt Peter Lihs. Ein Rundweg soll die Besucher durch das Angebot führen: über den Kapellenplatz, die Hauptstraße und Busmannstraße, den Luxemburger-Platz, die Annastraße, den Marktplatz/Bürgerplatz und den Roermonderplatz.

Auch wenn die Konzeption noch in Bearbeitung ist, gibt es schon jetzt einige konkrete Vorstellungen, wie das Herbstfest aussehen wird: So sollen auf dem Marktplatz/Bürgerplatz zum Beispiel die internationalen Foodtrucks eine vorübergehende Heimat finden. Die Wiese daneben soll Kunst und Skulpturen beherbergen, während die Verantwortlichen für die Einkaufsstraßen und den Kapellenplatz an Kunst(handwerk) und einen bunten Herbstmarkt denken.

Viel mehr als Wallfahrt

„Wir sind uns einig, dass Kevelaer viel mehr ist als eine Wallfahrtsstadt“, erklärt Peter Lihs. Er selbst sehe zum Beispiel eine charmante Innenstadt mit vielen traditionellen Geschäften und Cafés. Oder auch eine Kunststadt. Genau solche Aspekte möchten die Verantwortlichen mit dem Herbstfest weiter nach außen tragen und gleichzeitig die Gemeinschaft in der Stadt stärken.

Aus diesem Grund sind alle Geschäftstreibenden eingeladen, in diesem Rahmen sich und ihr Angebot der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das gleiche gilt für Initiativen, Künstler, Vereine, Galerien und das Ehrenamt im Allgemeinen: „Wir möchten allen ein Forum geben.“ Wer mitmachen möchte, kann sich ab sofort per Mail an info@pro-motion-bochum.de anmelden.

Die Kosten für die Stände sollen gestaffelt werden. Ehrenamtler zum Beispiel sollen sich kostenfrei präsentieren können. „Es wird alles moderat gehalten, damit auch jeder mitmachen kann“, sagt Lihs. Felix Moeselaegen ruft vor allem Einzelhändler dazu auf, auch vor ihrem Geschäft tätig zu werden, um das Format möglichst effektiv auszureizen. Darüber hinaus sei man für die Ideen der potenziellen Teilnehmer offen.

Falls Geschäftsinhaber aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen sollten, sollen laut Peter Lihs die freien Plätze vor den Geschäften eventuell anderweitig an Marktbeschicker vergeben werden. Schließlich müsse das Herbstfest entsprechend attraktiv wirken, sagt auch Felix Moeselaegen. Leerstand soll vermieden werden: „Die Wahrnehmung ist wichtig. Wir brauchen Flair und eine Marktsituation.“

Auch die Stadt Kevelaer begrüße die Veranstaltung und helfe beim Marketing oder voraussichtlich auch mit dem Bauhof aus: „Auch das Citymanagement bringt sich ein und weist zum Beispiel auf Fallstricke hin“, sagt Moeselaegen.

Dass das Herbstfest gleich an drei Tagen stattfinden soll, hat unter anderem mit Risikostreuung zu tun. „Eine Open-Air-Veranstaltung ist immer wetterabhängig“, erklärt Peter Lihs. Zudem kämen einige der Stammhändler von weiter weg – das müsse sich lohnen. Zumal: „Die Arbeit und die Kosten für den Auf- und Abbau sind ohnehin die gleichen.“

Am Freitag und Samstag findet der Herbstmarkt von 12 bis 22 Uhr statt, am Sonntag von 12 bis 19 Uhr (13 bis 18 Uhr verkaufsoffen). Auch wenn es zur Premiere noch etwas hin ist, haben die Verantwortlichen schon heute ein Ziel vor Augen: eine Fortsetzung in 2027 und darüber hinaus.

Laden ein, Teil des ersten Herbstfestes in Kevelaer zu werden: (v.l.) Tobias Kocken, Bernward Simon, Peter Lihs und Felix Moeselaegen. NN-Foto: Thomas Langer

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