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Eigentlich gab es beim Vorlesewettberb drei Erstplatzierte. Zwei lasen vor und das Publikum verdiente sich mit Zuhörerstille einen Sonderpreis. NN-Foto: HF
18. März 2025 · Heiner Frost · Kranenburg

Ein ganz knappes Rennen

Sechs Finalistinnen wollten Lesekönigin werden und schenkten sich nichts

NÜTTERDEN. Am Ende: Fragen über Fragen. Ist Selbstentführung eigentlich strafbar? Und was, bitte, ist eine Glatze mit welligen Haaren? Ist Vorlesen Mädchensache? Und: Wenn es einen ersten, zweiten und dritten Platz gibt und von sechs Vorleserinnen zwei eine Urkunde bekommen haben und jetzt für die ersten drei Plätze noch vier Mädchen vorhanden sind – was ist schief gelaufen.

Nütterden, St. Georg Schule. Ein Zettel an der Tür zum Musikraum: „Lesekönig-Lesewettbewerb, Mittwoch, 12. März“. Es geht also um die Ermittlung der Lesekönigin. Richtig. Fest steht, dass es am Ende eine Königin geben wird, denn es sind nämlich keine Jungs im Finale. Kann passieren. Ist Vorlesen also Mädchensache? Nein.

Das Lieblingsbuch der meisten Finalisten: „Die Schurken Schnapp AG“ – eine Detektivgeschichte. Womit wir bei der Selbstentführung eines gewissen Linus wären. Der – erfährt man vorlesehäppchenweise – hat keinen Bock auf eine Klassenfahrt und taucht ab. Ein Suchapparat wird in Gang gebracht. Zeugen werden befragt und tatsächlich hat jemand einen Mann mit Glatze und welligen Haaren gesehen.

Wie jetzt? Na ja – die welligen Haare wachsen an der Seite. Womit das auch geklärt wäre.

Maya, Thea, Lena, Jette, Vera und Lynn sind zum Vorlesen angetreten und eines ist mal sicher: Das Sextett schenkt sich nichts. Die Jury berät und berät und berät – addiert Punkte; rechnet; rechnet noch mal und vergibt am Ende zwei erste Preise. Wenn es also zwei erste Preise gibt, dann wird also die Drittplatzierte zur Zweiten und die Viertplatzierte rückt auf Platz drei vor. Womit auch die spannendste aller Fragen endlich geklärt wäre.

Lena Maas und Jette Reimer teilen sich den ersten Platz – gefolgt von Lynn Verhoeven an zwei und Vera Gehrmann an drei. Urkunden gibt‘s natürlich auch für Maya van Dalen und Thea Aengenheister. Und die Frau Hintzen von der Jury sagt noch mal, „dass es am Ende wirklich eine gaaaanz knappe Entscheidung war und dass natürlich alle, die gelesen haben, Sieger sind. Pardon: Siegerinnen.“ So viel Zeit muss sein.

Und für das Publikum gibt‘s – gefühlt – den Zuhörersonderpreis für kreative Stille. Applaus, Applaus und: Herzlichen Glückwunsch.

Der Wettbewerb: Teilnehmer: Geschwister Devries-Schule Uedem, Heinrich-Eger-Schule Appeldorn, St. Luthard-Schule Wissel, St. Markus-Schule Schneppenbaum, St. Markus-Schule Hasselt, Katholische Grundschule St. Antonius Hau, Christophorus-Schule Kranenburg, Grundschule St. Georg Nütterden. Zusätzlich zu den Vorlesewettbewerben gibt es noch Quizrunden.

Das sind die Finalistinnen aus Nütterden (v.l.): Maya van Dalen, Thea Aengenheister, Vera Gehrmann, Lynn Verhoeven, Jette Reimer und Lena Maas. NN-Foto: HF

Das sind die Finalistinnen aus Nütterden (v.l.): Maya van Dalen, Thea Aengenheister, Vera Gehrmann, Lynn Verhoeven, Jette Reimer und Lena Maas. NN-Foto: HF

Eigentlich gab es beim Vorlesewettberb drei Erstplatzierte. Zwei lasen vor und das Publikum verdiente sich mit Zuhörerstille einen Sonderpreis. NN-Foto: HF

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