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In Geldern bekundeten einige afghanische Flüchtlinge ihre Solidarität. NN-Foto: Gerhard Seybert
11. Juni 2024 Von NN-Online · Geldern

Ein deutliches Statement

Tödliche Messerattacke: Afghanische Flüchtlinge bekundeten ihre Solidarität in der Gelderner Innenstadt

GELDERLAND. Einige der afghanischen Flüchtlinge aus den Gemeinden Kerken, Geldern und Straelen versammelten sich am Samstag in Geldern, um der Familie des bei einer Messerattacke in Mannheim ums Leben gekommenen Polizeikommissars Rouven L. ihr Beileid auszusprechen, Gewalt zu verurteilen und ihre Unterstützung für Demokratie, Meinungsfreiheit und Pluralismus in der EU, insbesondere in Deutschland, zu bekunden. Erster Redner war Nasratullah Iqbal, der die Solidarität der afghanischen Flüchtlinge im Einsatz für Demokratie, Meinungsfreiheit und Pluralismus bekundete. „Wir möchten uns am demokratischen Prozess beteiligen. Gleichzeitig sind wir besorgt über die aktuelle Lage, da derzeit einige Organisationen aktiv sind, die extremistische islamische Ideen und gesellschaftsfeindliche Vorstellungen verbreiten und versuchen, Parallelgesellschaften aufzubauen.“ Er warnte außerdem: „Afghanistan steht jetzt unter der Kontrolle der Taliban-Terrorgruppe. Diese Gruppe und radikale Gruppen aus Afghanistan haben einige Online-Schulen eingerichtet, um den afghanischen Flüchtlingen in der EU und den USA islamische radikale Ideen zu vermitteln. Sie zielen über soziale Medien auf die Menschen ab.“ Die deutsche Regierung müsse gegen diesen Prozess vorgehen und gleichzeitig die Unterstützung der Taliban beenden sowie diese Gruppe durch die EU und die UN sanktionieren. Hadia Iqbal sprach als nächste: „Meine Familie hat unser Geburtsland in einer Notsituation verlassen, aber wir haben versucht, über viele Länder nach Deutschland zu kommen. Wir haben die Grenzen vieler theokratischer und diktatorischer Regierungen überquert. Aber die Demokratie war unsere Wahl. Jetzt stehen wir zur Demokratie und verteidigen sie.“ Sie betonte auch: „Ein Angriff auf unsere Demokratie und unsere Polizei bedeutet einen Angriff auf uns alle, und wir verurteilen dies.“ Die Teilnehmer legten Blumen nieder und zündeten Kerzen für Kommissar Rouven L. an und schätzten seine Gewissenhaftigkeit.

In Geldern bekundeten einige afghanische Flüchtlinge ihre Solidarität. NN-Foto: Gerhard Seybert

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