„Ehrentag“ für die Biotonne
Kreis Kleve Abfallwirtschaftsgesellschaft gibt Tipps zur richtigen Befüllung
KREIS KLEVE. Kein Plastik, kein Glas, kein Metall, Windeln auch nicht und Tierstreu ist ebenfalls Tabu. Die Liste der Abfälle, die nicht in die Biotonne, die am 29. Mai deutschlandweit ihren Ehrentag „feiert“, gehören, ist lang – aber logisch erklärbar.
Biomüll ist in Deutschland die mengenmäßig stärkste Abfallfraktion. Rund 15 Millionen Tonnen fallen jährlich an, laut Eigenanalysen der Kreis Kleve Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH (KKA) wurden 2024 aus dem Kreisgebiet 39.000 Tonnen dazu beigesteuert. In der Kompostieranlage der Firma Schönmackers in Goch wird der Bioabfall weiterverarbeitet. Von dort aus landet der Kompost dann auf den Feldern in der Region und in heimischen Gärten. Ein funktionierendes Kreislaufsystem für biologisch abbaubare Abfälle. Aber nur, wenn der Störstoffanteil gering bleibt. Darum hat der Gesetzgeber die Grenzwerte erst kürzlich neu festgelegt. Um die Qualität der Biotonnen-Sammlungen weiter zu verbessern und die Mengen zu erhöhen, hat ein Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Verbänden den 26. Mai als „Tag der Biotonne“ ausgerufen. Bei der Trennung kommt es auf jede und jeden Einzelnen an, denn die korrekte Getrenntsammlung beginnt im eigenen Haushalt. Außer rohem Fleisch, rohem Fisch, Knochen und Fäkalien können alle biologisch abbaubaren Abfälle in der Biotonne gesammelt werden. Von entsprechend gekennzeichneten Kunststofftüten, die im Handel erhältlich sind, wird allerdings abgeraten: Diese benötigen zu lange, um zu verrotten und landen dann doch als Plastikbestandteile im Kompost. Empfohlen wird stattdessen, Küchenabfälle in (verschließbaren) Mehrwegbehältern zu sammeln und diese dann in die Biotonne zu entleeren.
Plastik, Glas und Metall sind im Übrigen ebenfalls sehr gut recyclebare Abfälle, die ebenfalls getrennt zu sammeln sind. Als Verpackungen gehören sie in den gelben Sack beziehungsweise die gelbe Tonne, aus anderweitiger Herkunft können sie an den Wertstoffhöfen und den Entsorgungszentren Pont und Moyland abgegeben werden. Ausschließlich thermisch verwertbar sind Windeln und Tierkot mit oder ohne Streu, was vor allem hygienische Gründe hat. Diese Abfälle gehören daher in die Restmülltonne und keinesfalls in die Biotonne, wo sie allerdings oft noch zu finden sind. Mehr Informationen zum Thema Bioabfall sind auf der Website der KKA unter www.kkagmbh.de/bio zu finden oder tbeim Servicetelefon der Abfallberatung unter 02825/ 9034-20 sowie unter abfallberatung@kkagmbh.de zu erfragen. Passend zum Thema Bioabfall findet im Mai ein weiterer besonderer Tag statt: Der „Lerne-kompostieren-Tag“ geht zurück auf einen amerikanischen Umwelt-Aktivisten und fällt jedes Jahr auf den 29. Mai. Er soll Menschen mit eigenem Garten dazu anregen, selbst zu kompostieren und den Bioabfall zu verwerten. Dieser darf dann allerdings auch nur auf eigenem Grundstück eingebracht werden.