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Jblaise Bailey als Franz, Eva Dietzsch als Karla und Katharina Kösters als Amalia beeindruckten das Publikum.NN-Foto: Gerhard Seybert
17. März 2025 Von NN-Online · Niederrhein

Echtes Herz-Theater

TheaterWerkstatt Haus Freudenberg freut sich über 3.000 Zuschauer bei fünf Aufführungen der „Räuber“

KREIS KLEVE. Worte allein reichen nicht aus. Um die Welt zu verändern, müssen Taten folgen. „Auch nach mehr als 200 Jahren haben die Räuber nichts von ihrer zeitlosen, immerwährenden Botschaft eingebüßt“, fasste Barbara Stephan, Geschäftsführerin der Haus Freudenberg, das zusammen, was die diesjährige TheaterWerkstatt vor ausverkauften Häusern im Kreis Kleve präsentiert hat.

Das Original-Drama „Die Räuber“ von Friedrich Schiller, uraufgeführt im Jahre 1782, war wohl kaum noch wiederzuerkennen, doch die Geschichte rund um Intrigen und verfeindete Geschwister ist geblieben.

Anstelle der Brüder Franz und Karl Moor begeisterten Franz und seine Schwester Karla, deren Liebe Amalia gehörte. Ein kreativer Entstehungsprozess hat ein Ergebnis auf die Bühne gebracht, das anders, moderner, dramatischer, humorvoller, bunter und vor allem einzigartig war. Der Lohn für diese Mühen: stehende Ovationen von insgesamt annähernd 3.000 Zuschauern bei fünf Aufführungen in Kevelaer, Kleve und Geldern.

Wieder einmal hat die TheaterWerkstatt von Initiatorin und Regisseurin Anna Zimmermann-Hacks mit einem höchst professionellen Bühnenstück rund zweieinhalb Stunden lang die Spannung aufrechterhalten. Inmitten von Verrat, Intrige, Manipulation und dunklen Mächten, Liebe, Hoffnung und Zusammenhalt zeigten die 40 Schauspieler ihr Können. Ganz stark: Jblaise Bailey alias Franz, Eva Dietzsch alias Karla und Katharina Kösters in ihrer Rolle als Amalia. Einige dramatische Höhepunkte, turbulente Kampfszenen sowie vier Leichen auf der Bühne hielten die Spannung bis zum Schluss. Es war laut, wild, dunkel, aber auch ganz still, leise und innehaltend. Starke Zitate, große Botschaften kombiniert mit einem grandiosen Bühnenbild und rockiger Musik der eigenen Band, aufwändigen Kostümen und besonderer Maske für die Schauspieler machten diese „Räuber“ unvergessen. Als Gemeinschaftsleistung standen mehr als 100 Beteiligte vor, hinter und auf der Bühne parat. Inklusion ist hier längst selbstverständlich und absolut unauffällig geworden. „Das ist echtes Herz-Theater“, sagt Eddy Ingenpaß, der als „Bester Fan“ ausgezeichnet, alle bisherigen Aufführungen der TheaterWerkstatt gesehen hat, „jedes Mal sage ich: das war das beste Stück.“

Jblaise Bailey als Franz, Eva Dietzsch als Karla und Katharina Kösters als Amalia beeindruckten das Publikum.NN-Foto: Gerhard Seybert

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