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WTM-Chefin Verena Rohde und Citymanager Tobias Nelke werben für das neue Förderprogramm. NN-Foto: HF
28. Januar 2026 · Heiner Frost · Kleve

Die Leerstände reduzieren

Unterstützung für den eigentümergeführten Einzelhandel in Kleve

KLEVE. Leerstände in (Innen)Städten sind keine Aushängeschilder. Kein Wunder, dass City-Manager über Abhilfe nachdenken. Das ist in Kleve nicht anders. Die Wirtschaft, Tourismus & Marketing Stadt Kleve (WTM) startet jetzt ein „Förderprogramm für eigentümergeführten Einzelhandel“.

Es geht darum, die Innenstadt für Bewohner und Gäste zukunftsfähig zu machen. Tobias Nelke, seines Zeichens Citymanager der Stadt Kleve: „Ziel des Programms ist es, eigentümergeführte Einzelhandelsbetriebe gezielt bei der Neueröffnung oder Neuansiedlung in der Klever Innenstadt zu unterstützen.“ Unterstützung – das bedeutet in diesem Fall: Zuschuss. Für das laufende Jahr sind für das Projekt 27.000 Euro eingeplant und wenn es nach WTM-Chefin Verena Rohde geht, sollte das auch im nächsten Jahr so sein.

Rohde: „Kern des Programms ist ein pauschaler Zuschuss, der unter anderem für Mietkosten, Einrichtung, erste Warenbestände, Modernisierungen oder Marketingmaßnahmen eingesetzt werden kann.“ Für eine Verkaufsfläche von bis zu 100 Quadratmetern wird ein Jahr lang ein monatlicher Zuschuss von 190 Euro gezahlt; ist die Verkaufsfläche größer als 100 Quadratmeter, beträgt die monatliche Fördersumme 250 Euro. Voraussetzung ist ein über mindestens 24 Monate abgeschlossener Mietvertrag.

Im Idealfall, so Rohde und Nelke, „melden sich auch Menschen mit innovativen Ideen bei uns“. Klar: Es geht nicht zuletzt auch um Alleinstellungsmerkmale. Ketten kann jeder. Rohde: „Es ist einfach toll, irgendwohin zu fahren, wo man weiß, dass es da einen Laden gibt, den man sonst nirgends findet und wo man nach Herzenlust stöbern kann.“ In einem Pressetext der WTM klingt das so: „Mit dem Förderprogramm verfolgt die WTM mehrere strategische Ziele: die Stärkung der Innenstadt als zentraler Versorgungsbereich, den dauerhaften Erhalt eines attraktiven Warenangebots sowie die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze im Einzelhandel.“ Zur Klärung der Frage, was Innenstadt sei, hat die WTM folgendes geschrieben: „Gefördert werden ausschließlich Betriebe, die sich innerhalb des klar abgegrenzten Fördergebiets der Innenstadt (Herzogstraße, Kavarinerstraße, Große Straße, Gasthausstraße und Hagsche Straße) ansiedeln und einen neuen Mietvertrag mit einer Laufzeit von mindestens zwei Jahren abschließen.“

Eine weitere Einschränkung gilt der Art des Gewerbes. Eine Zentralvokabel lautet hier: zentralrelevantes Sortiment. Zu diesem Sortiment zählen laut WTM unter anderem „Bekleidung, Schuhe, Bücher, Spielwaren, Schmuck, Sportartikel, Einrichtungszubehör oder auch Fahrräder. Gastronomie- und Dienstleistungsgebtriebe sind hingegen von der Förderung ausgeschlossen“. Klammer auf: Niemand braucht das zehnte Nagelstudio. Klammer zu. Auch die WTM sucht bekanntlich nach neuen Räumlichkeiten. Verena Rohde: „Nur mal zur Sicherheit: Wir können, wenn wir irgendwo einen Mietvertrag abschließen, an dem Förderprogramm nicht teilnehmen.“

Was würde passieren, wenn es für das Förderprogramm mehr Interessenten als Fördermittel gibt? „Da müssen wir dann entscheiden, was wir für relevant halten“, so Rohde und Nelke. Wer demnächst durch die oben genannten Straßen des Förderbezirkes geht, wird beim einen oder anderen Leerstand eigens produzierte Hinweisschilder finden: „Ungenutzt? Unverzichtbar!“ Dazu ein QR-Code zwecks Kontaktaufnahme. Die Schilder werden nicht an allen (derzeit rund 20) Leerständen zu sehen sein. „Manche Eigentümer wir haben uns mitgeteilt, dass sie das nicht möchten“, so Nelke.

Wer sich für detaillierte Informationen zum Förderprogramm interessiert, meldet sich bei der WTM Kleve, Minoritenplatz 2 oder schreibt eine Email an nelke@wtm-kleve.de. Die Telefonnummer lautet 02821/84808. Informationen gibt es außerdem unter www.wtm-kleve.de.

WTM-Chefin Verena Rohde und Citymanager Tobias Nelke werben für das neue Förderprogramm. NN-Foto: HF

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