Mathis Ingenhaag (Heresbach-Stiftung), Herausgeber Dr. Jens Lieven, Bürgermeisterin Alexandra Schacky, Peter A. Wolters (Verein Monterburg) und Dr. Peter Kritzinger, Verlagsleiter des Aschendorff Verlags Münster, mit dem neuen Buch. NN-Foto: Rüdiger Dehnen
30. Juli 2026 Von NN-Online · Kalkar

Die klevische Landesburg Monterberg im Fokus

Ein neues Buch widmet sich der Burg Monterberg bei Kalkar, die heute nahezu verschwunden ist und doch ein Schlüsselort der niederrheinischen Geschichte bleibt

KALKAR. Vor zahlreichen interessierten Gästen ist im Ratssaal des Kalkarer Rathauses ein neuer Band der Schriftenreihe der Heresbach-Stiftung Kalkar vorgestellt worden. Das Werk „Monterberg. Geschichte einer klevischen Landesburg in Mittelalter und Früher Neuzeit“ erscheint als 18. Band der renommierten Reihe und wurde im Aschendorff-Verlag Münster veröffentlicht. Zur Buchvorstellung begrüßten Bürgermeisterin Alexandra Schacky, der Vorsitzende des Vereins Monterburg e. V., Carsten van Dornick sowie Mathis Ingenhaag als Vertreter der Heresbach-Stiftung die Zuhörerschaft. In ihren Grußworten würdigten sie das große Engagement aller Beteiligten, die mit ihrer wissenschaftlichen, organisatorischen und finanziellen Unterstützung zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.

Der Herausgeber des Bandes, Historiker Dr. Jens Lieven aus Xanten, gab anschließend eine inhaltliche Einführung in das Buch. Der Band bündelt die Beiträge der wissenschaftlichen Tagung zur Burg Monterberg, die im Jahr 2023 stattfand, und bietet erstmals einen umfassenden Überblick über die Geschichte der klevischen Landesburg. Der Schwerpunkt der Publikation liegt auf der Auswertung bedeutender historischer Schriftquellen, die neue Erkenntnisse zur Burg im Kerngebiet der Grafen und Herzöge von Kleve erschließen.

Die Burg Monterberg spielte über Jahrhunderte eine zentrale Rolle in der Territorialgeschichte des Herzogtums Kleve. Ihr Funktionsspektrum reichte von der Landesburg und einem Verwaltungszentrum über ein Residenzstift bis hin zu einem repräsentativ ausgebauten Witwensitz der Klever Herrscherfamilie.

Zu Beginn des Bandes beleuchtet Marion Brüggler die topografische Situation in ur- und frühgeschichtlicher Zeit. Thorsten Fischer widmet sich anschließend den frühesten Erwähnungen der Monterburg im 11. Jahrhundert. Mit der klevischen Zeit im engeren Sinne befassen sich Julian Krause und Manuel Hagemann, die sich mit der klevischen Landesherrschaft sowie das System der Landesburgen beschäftigen. Anne-Katrin Kunde rückt die Burg als Witwensitz in den Mittelpunkt, während Jens Lieven das Stift Monterberg und die Motive seiner Gründung behandelt. Die Nutzung der Burg im 16. Jahrhundert im Umfeld der Residenzherrschaft wird von Ralf-Peter Fuchs und Simon van Elten näher beleuchtet. Abgerundet wird der Band durch einen archäologischen Beitrag, eine vom Kalkarer Stadtarchivar Mathis Ingenhaag zusammengestellte Quellensammlung und ein Kurzporträt des Vereins Monterberg e.V. aus der Feder von Heinz Jürgen Graf.

Mit der Veröffentlichung des Bandes findet zugleich das langjährige Engagement des Vereins Monterberg eine gelungene und wertvolle Abrundung. Das Buch macht die Ergebnisse intensiver Forschungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und schließt eine bedeutende Lücke in der Erforschung der klevischen Landesburgen.

Das Buch „Monterberg. Geschichte einer klevischen Landesburg in Mittelalter und Früher Neuzeit“ hat 276 Seiten und ist im Aschendorff Verlag Münster erschienen. Es kann beim Verlag oder im Buchhandel für 25 Euro unter der ISBN 978-3-7395-1534-2 bestellt werden und ist zudem als eBook erhältlich.

Mathis Ingenhaag (Heresbach-Stiftung), Herausgeber Dr. Jens Lieven, Bürgermeisterin Alexandra Schacky, Peter A. Wolters (Verein Monterburg) und Dr. Peter Kritzinger, Verlagsleiter des Aschendorff Verlags Münster, mit dem neuen Buch. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

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