Die Kaiserin von Schottheide
Die Bürgerschützen in Schottheide haben zum ersten Mal eine Kaiserin.
SCHOTTHEIDE. Beim diesjährigen Kaiserschießen des Bürgerschützenvereins (BSV) Schottheide schrieb der Verein Geschichte: Erstmals wurde eine Frau zur Kaiserin gekrönt.
Eröffnet wurde das traditionelle Schießen durch den 1. Vorsitzenden Thorsten Tönisen. Zur Stärkung der angetretenen Ex-Könige und Ex-Königinnen wurden anschließend Kaffee und Kuchen serviert. Insgesamt zwölf ehemalige Majestäten betraten anschließend den Schießstand, um die kaiserliche Würde zu erringen. Die Insignien des Vogels wurden in spannenden Runden abgeschossen: Den Kopf sicherte sich Alois Kohl, der rechte Flügel ging an Günther Fonk, der linke Flügel an Max Schütze und den Stoß holte sich Markus Peters.
In der finalen Runde traten sieben Anwärter an. Nach 176 Schüssen war es schließlich Bärbel Strelow, die den Rumpf zu Fall brachte – und damit als erste Kaiserin in der 100-jährigen Geschichte des BSV Schottheide gekrönt wurde. Gemeinsam mit ihrem Mann Klemens übernimmt sie nun für die kommenden fünf Jahre die ehrenvolle Rolle des Kaiserpaares und tritt damit die Nachfolge von Kaiser Geert Hartemink und seiner Gattin Nicole an, denen der Verein für ihr Engagement in den vergangenen drei Jahren dankte. Im feierlichen Rahmen wurde Bärbel Strelow zur Kaiserin proklamiert. Zu ihren Ehren pflanzte der Verein einen „Kaiserbaum“, der als Symbol für Schützengeist, kaiserliche Würde und die traditionsreiche Geschichte des Vereins stehen soll. Der Baum soll künftig alle bisherigen und zukünftigen Kaiser verbinden. Abgerundet wurde der ereignisreiche Tag durch ein kleines Feuerwerk und eine fröhliche Feier mit allen Gästen.