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Bürgermeister Sven Kaiser (links) mit Markus Grönheim und Daniel Mommen (rechts) sowie einige glückliche Ferienkinder. NN-Foto: JK
20. August 2025 · Jacqueline Kurschatke · Geldern

Die Gelderner Ferienspiele mit neuem Fokus und Plänen

Einblicke in das Inklusionskonzept der Organisatoren: „Jeder gehört dazu“

GELDERN. Die Gelderner Ferienspiele bereiten bis zu 450 Kindern Jahr für Jahr einen ereignisreichen Sommer: entweder beim Spielen und basteln auf dem Gelände des VfL 1924 Pont oder bei regelmäßigen Ausflügen in die Umgebung
sowie Freibäder. Dieses Jahr markiert die 39. Auflage und für die 40. im nächsten Jahr, haben sich die Veranstalter schon einiges überlegt. Doch zu viel verraten wird noch nicht.

Die Gelderner Ferienspiele sind ein Angebot, für dessen Organisation und Finanzierung jährlich etwa 60.000 Euro zur Seite gelegt werden müssen. Markus Grönheim, Beigeordneter und Leiter des Bereichs Jugend und Familie bei der Stadt betont aber: „Die Gelderner Ferienspiele sind etwas, was dem Stadtrat jedes Jahr wieder die Kosten Wert sind.“ In drei von sechs Wochen in den Sommerferien wird Kindern aus allen sozialen Schichten dabei tagsüber ein buntes Programm und Ausflüge sowie Verpflegung geboten. Egal ob nur ein paar Tage oder gleich drei Wochen am Stück, die Ferienspiele seien für die Kinder eine Möglichkeit, erfüllte Ferien zu haben, wenn sich ihre Eltern keinen Sommerurlaub leisten könnten oder zusätzliche Betreuung benötigt würde, wie Bürgermeister Sven Kaiser ergänzt. Bis jetzt zeigen sich die Veranstalter zufrieden: „Wir nehmen ein ausgewogenes Verhältnis bei den Buchungen der Plätze wahr. Die meisten Kinder bleiben volle drei Wochen bei den Ferienspielen“, erläutert Grönheim weiter.

Immer wieder wird das Konzept der Ferienspiele an aktuelle Situationen und den Zeitgeist angepasst. So möchte man nun schon seit vergangenem Jahr besonders viel Wert auf die Meinung der Kinder bei der Programmgestaltung setzen. Daniel Mommen, Leiter des Betreuerteams hat sich gemeinsam mit einer Kollegin dafür etwas Besonderes einfallen lassen: „Wir haben Feedback-Plakate eingeführt in das die Kinder eintragen können, was ihnen am Tag gut und weniger gut gefallen hat. Sie dürfen das Programm auch aktiv mitgestalten und sich aussuchen, was sie machen möchten. Aus diesem Grund versucht ein Betreuer mit einer Gruppe bald Slime herzustellen“, berichtet Mommen amüsiert.

Auch die Themen Inklusion und Integration beschäftigen die Organisatoren mehr und mehr. „Wir sehen, dass die Anzahl der Kinder mit besonderen Einschränkungen steigt. Damit wird auch der Bedarf an Betreuung bei den Ferienspielen größer. In diesem Jahr sind etwa 40 betroffene Kinder dabei, dazu zählen wir aber auch Kinder mit Erkrankungen wie Epilepsie oder Diabetes, neuronalen Entwicklungsstörungen wie ADHS oder Autismus, Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten. Wichtige Informationen bekommen wir vorab von den Eltern, auch ob eine ‚1zu1‘-Betreuung gewünscht ist. Sonst kommen auf einen Betreuer etwa zehn Kinder und sie werden ganz normal in die Gruppenaktivitäten integriert“, sagt Grönheim weiter. Eine Teilnahme an den Ferienspielen solle für jedes Kind möglich sein, nur die Betreuung von Kindern mit Pflegebedarf könne man nicht leisten. Bei den Ferienspielen scheine das Konzept jedenfalls aufzugehen, wie Mommen hervorhebt: „Wir möchten einfach zeigen dass jeder dazu gehört und das Einschränkungen etwas Normales sind. Die Inklusion wird auch von den Kindern gelebt.“

Bei den Gelderner Ferienspielen sind die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahre alt. An ihrem Hauptstandort auf dem Gelände des VfL Pont, wo auch die bekannten Tolkien-Tage stattfinden kann getobt und gespielt werden, „es gibt Hütten, einen Fußballplatz, Go Karts und eine Landschaft aus Wiesen und Wäldern. Das ist schon von sich aus sehr abenteuerlich“, so Markus Grönheim. Zusätzlich wird mit Ausflügen in nahe gelegene Freizeitparks wie das Irrland in Kevelaer, Kletterparks und feste Tage im Freibad für Abwechslung gesorgt. Einmal die Woche kommt außerdem die Feuerwehr zu Besuch. Das sei ein Highlight, auf das sich alle Kinder freuten.

Ein besonderes Projekt steht für die diesjährigen Teilnehmer ebenfalls noch an: für das Jubiläum der Ferienfreizeit, müssen sie kreativ werden. „Wir möchten für die 40. Auflage der Gelderner Ferienspiele ein passendes Logo entwerfen. Damit haben wir die Kinder schon beauftragt und es sind schon viele gute Ideen zusammen gekommen“, sagt Grönheim abschließend. Ohne Zweifel möchten sie ein besonderes Programm für das Jubiläumsjahr auf die Beine stellen, zu viel verraten wird aber noch nicht.

Bürgermeister Sven Kaiser (links) mit Markus Grönheim und Daniel Mommen (rechts) sowie einige glückliche Ferienkinder. NN-Foto: JK

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