Der neue Stadtschützenkönig heißt Gerd Oosterman
Ossenberger Schützen 1828 e. V.
MILLINGEN. Bei strahlendem Sonnenschein fand kürzlich das Stadtschützenfest statt. Der Bürgerschützenverein von 1863 Millingen hatte zu diesem besonderen Schützentag eingeladen, bei dem die amtierenden Königinnen und Könige sowie zahlreiche Abordnungen der Rheinberger Vereine zusammen kamen. Auf der Wiese an der Saalhoffer Straße traten die Schützenvereine zunächst gemeinsam an. Ein besonderer Höhepunkt war das anschließende Fahnenschwenken, bei dem die Fahnen der teilnehmenden Vereine eindrucksvoll präsentiert wurden. Die sommerlichen Temperaturen und der strahlende Sonnenschein sorgten dabei für eine hervorragende Stimmung und boten den würdigen Rahmen für den weiteren Verlauf des Festtages. Anschließend ging es gemeinsam zum Festplatz, dem „Fritz-Spandick-Platz“, wo die offizielle Begrüßung stattfand. Bürgermeister Philipp Richter sowie alle anwesenden Ehrengäste wurden herzlich willkommen geheißen. Im ersten Schießen traten der Bürgermeister, die Ehrengäste sowie die Präsidenten und Brudermeister der Rheinberger Schützenvereine an. Hier zeigte sich bereits, dass es nicht nur auf ein sicheres Auge, sondern auch auf eine ruhige Hand und das notwendige Quäntchen Glück ankam. Im Anschluss folgte das zweite Schießen. Hier waren die amtierenden Könige und Königinnen von zwölf Rheinberger Schützenvereinen sowie die letzten vier Könige und Königinnen an der Reihe. Insgesamt wurden drei Runden geschossen. Die danach noch verbliebenen Preise wurden schließlich von Sandra Podday (da noch amtierende Stadtkönigin) gezogen und verteilt.
Dann war es endlich so weit: Der prächtige Schützenvogel wurde aufgezogen und wartete auf die amtierenden Könige und Königinnen, die sich dem weiteren Wettstreit stellen wollten. Beim Schießen auf die Vogelpreise zeigte sich einmal mehr, wer über ein gutes Auge, eine ruhige Hand und das nötige Geschick verfügte. Bereits mit dem 24. Schuss waren sämtliche Preise vom Vogel abgeschossen. 1. Preis „Kopf“ Paul von Holt, St. Sebastianus/St. Georgius Schützenbruderschaft Rheinberg 1374/1450; 2. Preis „linker Flügel“ Martina Thiemann, St. Michaelis Schützenbruderschaft 1427 Rheinberg; 3. Preis „rechter Flügel“ Kevin Elsner, Bürgerschützenverein von 1863 Millingen; 4. Preis „Schwanz“ Freddy Braunstein, St. Evermarus Schützenbruderschaft 1724; 5. Preis „linke Kralle“ Carsten Stolze, Bürgerschützenverein Wilhelm Tell Wallach 1922; 6. Preis „rechte Kralle“ Matthias Sprünken, St. Ulrich Schützenbruderschaft 1933.
Damit war der Weg frei für den weiteren spannenden Verlauf des Stadtkönigsschießens. Nachfolgende Aspiranten und Aspirantinnen stellten sich dieser Aufgabe: 1. Kevin Elsner, Bürgerschützenverein von 1863 Millingen; 2. Dr. Regina Junker, Bürgerschützenverein Budberg von 1979; 3. Gerd Oosterman, Ossenberger Schützen 1828; 4. Matthias Sprünken, St. Ulrich Schützenbruderschaft 1933; 5. Christian Brunner, St. Anna Schützenbruderschaft; 6. Bernd Hemmers, Schützenbruderschaft St. Johannes von Nepomuk 1752; 7. Martina Thiemann, St. Michaelis Schützenbruderschaft 1427 Rheinberg; 8. Frank Zander, Bürger-Schützen-Verein Lohmühle.
Doch der hölzerne Vogel erwies sich anschließend als äußerst zäh. Schuss um Schuss fiel, doch zunächst wollte und wollte kein Stück Holz weichen. Die Spannung auf dem Festplatz stieg von Schuss zu Schuss, bis schließlich mit dem 379. Schuss die Entscheidung fiel: Gerd Oosterman setzte den entscheidenden Treffer und sicherte sich damit die Stadtkönigswürde. An seiner Seite als Stadtkönigin ist seine Frau Renate. Unter dem Jubel der Anwesenden stand damit der neue Stadtkönig der Rheinberger Schützenvereine fest. Ein wahrlich spannender Wettkampf fand damit seinen krönenden Abschluss.
Der Samstag bot damit eine gelungene Mischung aus Tradition, Gemeinschaft und sportlichem Wettstreit. Die Begegnung der Rheinberger Schützenvereine zeigte einmal mehr die Verbundenheit und das kameradschaftliche Miteinander der Schützenfamilie in Rheinberg. Der Bürgerschützenverein von 1863 Millingen bedankt sich bei allen teilnehmenden Vereinen, den Majestäten, Ehrengästen, Helferinnen und Helfern sowie allen Gästen, die zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben.