"Vintage-Autos auf Wiese vor Kirche, Besucher bestaunen Oldtimer-Sammlung"
24. Juni 2026 Von NN-Online · Bedburg-Hau

„Der Hintern leidet, aber das Herz jubelt“

Treckerfreunde aus nah und fern kamen in Louisendorf voll ihre Kosten

LOUISENDORF. Unter dem Motto „Der Hintern leidet, aber das Herz jubelt“ tuckerten am vergangenen Sonntag zahlreiche alte Traktoren teilweise mit historischen Landmaschinen aus allen Himmelsrichtungen zum dritten Treckertreffen der Landmaschinenfreunde Louisendorf gen dem Pfälzerdorf, wo in den Wiesen rund um die Elisabeth-Kirche wieder der Vergangenheit gefrönt wurde. Dem geneigten Oldtimer- und Treckerfreund wurde einiges geboten.

Erinnerungen und die Aura an längst vergangene Zeiten wurden lebendig, als zahlreiche alte Trecker verschiedenster Fabrikate wie Deutz, Fendt, Schlüter sowie sogar zwei Hanomags aus der Vorkriegszeit und landwirtschaftliche Geräte aus unterschiedlichen Epochen auf den Wiesen rund um die alte Elisabeth-Kirche in Louisendorf am Sonntag bei herrlichem Sommerwetter ausgestellt wurden. Treckerfreunde aus nah und fern kamen voll ihre Kosten. Und die Wiese vor der Kirche füllte sich zusehends mit den alten Karossen und interessierten Besuchern. Senioren, aber auch jüngere Generationen hatten die Gelegenheit, die historischen Fahrzeuge und Geräte zu bewundern oder sie näher zu betrachten. Vor allem für die älteren Herrschaften war es eine nostalgische Reise zurück in ihre Jugend gewesen, als diese Klassiker die Felder und Wiesen bewirtschafteten.

Die Kombination aus alten Schätzchen und den regen Austausch zwischen den Generationen machte dieses Event zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Sammler, Schrauber und Fans der top-gepflegten Klassiker mit ihrer immer noch vorhandenen Mobilität. Während einige Traktoren aufwendig restauriert und auf Hochglanz poliert waren, erzählten andere durch ihre Patina ihre Lebensgeschichte, denn viele hatten einen unterschiedlichen Restaurierungszustand. Einige waren auch echte Scheunenfunde, als sie versteckt und verstaubt in der hinstersten Ecke einer Scheune eines Bauernhofes entdeckt und von ihren Besitzern liebevoll aufgepäppelt sowie wieder zum Leben erweckt wurden. Es ist jetzt die Hochsaison für Oldtimer- und Treckertreffen, die die Menschen immer wieder faszinieren, und es zeugt von einer äußerst lebendigen Szene. Die Befürchtung, dass man sich gegenseitig die Besucher abspenstig machen könne, scheint sich kaum zu bewahrheiten, denn viele Gäste bevölkerten die Wiesen, atmeten den Dieselgeruch ein und lauschten den knatternden Motoren der Schmuckstücke.

"Überdimensionale Hüpfburg und Kettcar-Parcours der DLRG für Kinder bei Event"

Für die kleinen Gäste stand die überdimensionale Hüpfburg und ein Kettcar-Parcours der DLRG zur Verfügung. Foto: Rüdiger Dehnen

Die Landmaschinenfreunde Louisendorf (LMF) hatten am Sonntag zum dritten Treckertreffen in ihrer fast sechsjährigen Geschichte eingeladen, und für Groß und Klein ein umfangreiches, buntes Programm angeboten. Die 65 aktuellen Mitglieder verbindet noch immer die gleiche Leidenschaft für ihr Hobby und jede Menge Gemeinschaft. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde Louisendorf, der Löschgruppe der Louisendorfer Feuerwehr, der katholischen Landjugendbewegung Bedburg-Hau, der DLRG-Ortsgruppe Bedburg-Hau, dem Förderverein der Elisabeth-Kirche, der Rheinischen Landjugend Louisendorf und dem Malteser Hilfsdienst Kalkar-Goch wurde das Treffen veranstaltet. Für die kleinen Gäste stand die überdimensionale Hüpfburg und ein Kettcar-Parcours der DLRG zur Verfügung, die von den Kids rege in Anspruch genommen wurden. Auch die leckeren Eissorten des Eisbüdchens Sarda waren bei diesen warmen Temperaturen der Renner und sehr gefragt. Die Kuscheltierklinik der Malteser avancierte zum Anziehungspunkt für die jüngeren Besucher. Starkes Interesse der Treckerfahrer zog der Zapfwellenprüfstand an, bei dem sie die Motorleistung ihrer Schätzchen prüfen lassen konnten. Viele Oldtimer waren ganz schön gefordert, und so manches Fahrzeug kam ins Schwitzen (nicht nur wegen der Hitze). Schwarzer Qualm zeugte vom Ende ihrer Leistungsgrenze. Bürgermeister Stephan Reinders sagte: „Es ist schön hier zu sein. Und dieses Event ist eine tolle Werbung für Louisendorf wie auch für die Gemeinde“. Ortsvorsteher Heinz-Jürgen Rocker ergänzte: „Wir sind stolz auf den Treckerverein, der wieder ein super Programm für die ganze Familie auf die Beine gestellt hat“.

Abordnungen anderer Trecker- und Oldtimervereine aus dem Kreis Kleve pilgerten mit ihren Fahrzeugen ebenfalls Richtung Louisendorf, fanden unter den Bäumen an der Kirche ein schattiges Plätzchen und genossen den längsten Tag des Jahres voller Freude mit gekühlten Getränken, Pommes mit Currywurst oder Kaffee mit leckerem Kuchen. „Das Ambiente unter den Bäumen passt hervorragend. Ich schätze, dass zwischen 160 bis 180 Trecker vor Ort waren. Auch mit der Publikumsresonanz sind wir sehr zufrieden“, sagte Dirk Fericks, der LMF-Vorsitzende. Nach dem ereignisreichen Treffen tuckerten alle getreu dem obigen Motto mit etwa 20 bis 25 km/h Höchstgeschwindigkeit wieder heimwärts. Bis demnääscht im Johr 2027.

Die Wiese vor der Kirche füllte sich zusehends mit den alten Karossen und interessierten Besuchern. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

Prospekte
weitere Artikel