„Der Hintern leidet, aber das Herz jubelt“
Treckerfreunde aus nah und fern kamen in Louisendorf voll ihre Kosten
LOUISENDORF. Unter dem Motto „Der Hintern leidet, aber das Herz jubelt“ tuckerten am vergangenen Sonntag zahlreiche alte Traktoren teilweise mit historischen Landmaschinen aus allen Himmelsrichtungen zum dritten Treckertreffen der Landmaschinenfreunde Louisendorf gen dem Pfälzerdorf, wo in den Wiesen rund um die Elisabeth-Kirche wieder der Vergangenheit gefrönt wurde. Dem geneigten Oldtimer- und Treckerfreund wurde einiges geboten.
Erinnerungen und die Aura an längst vergangene Zeiten wurden lebendig, als zahlreiche alte Trecker verschiedenster Fabrikate wie Deutz, Fendt, Schlüter sowie sogar zwei Hanomags aus der Vorkriegszeit und landwirtschaftliche Geräte aus unterschiedlichen Epochen auf den Wiesen rund um die alte Elisabeth-Kirche in Louisendorf am Sonntag bei herrlichem Sommerwetter ausgestellt wurden. Treckerfreunde aus nah und fern kamen voll ihre Kosten. Und die Wiese vor der Kirche füllte sich zusehends mit den alten Karossen und interessierten Besuchern. Senioren, aber auch jüngere Generationen hatten die Gelegenheit, die historischen Fahrzeuge und Geräte zu bewundern oder sie näher zu betrachten. Vor allem für die älteren Herrschaften war es eine nostalgische Reise zurück in ihre Jugend gewesen, als diese Klassiker die Felder und Wiesen bewirtschafteten.
Die Kombination aus alten Schätzchen und den regen Austausch zwischen den Generationen machte dieses Event zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Sammler, Schrauber und Fans der top-gepflegten Klassiker mit ihrer immer noch vorhandenen Mobilität. Während einige Traktoren aufwendig restauriert und auf Hochglanz poliert waren, erzählten andere durch ihre Patina ihre Lebensgeschichte, denn viele hatten einen unterschiedlichen Restaurierungszustand. Einige waren auch echte Scheunenfunde, als sie versteckt und verstaubt in der hinstersten Ecke einer Scheune eines Bauernhofes entdeckt und von ihren Besitzern liebevoll aufgepäppelt sowie wieder zum Leben erweckt wurden. Es ist jetzt die Hochsaison für Oldtimer- und Treckertreffen, die die Menschen immer wieder faszinieren, und es zeugt von einer äußerst lebendigen Szene. Die Befürchtung, dass man sich gegenseitig die Besucher abspenstig machen könne, scheint sich kaum zu bewahrheiten, denn viele Gäste bevölkerten die Wiesen, atmeten den Dieselgeruch ein und lauschten den knatternden Motoren der Schmuckstücke.
Für die kleinen Gäste stand die überdimensionale Hüpfburg und ein Kettcar-Parcours der DLRG zur Verfügung. Foto: Rüdiger Dehnen
Abordnungen anderer Trecker- und Oldtimervereine aus dem Kreis Kleve pilgerten mit ihren Fahrzeugen ebenfalls Richtung Louisendorf, fanden unter den Bäumen an der Kirche ein schattiges Plätzchen und genossen den längsten Tag des Jahres voller Freude mit gekühlten Getränken, Pommes mit Currywurst oder Kaffee mit leckerem Kuchen. „Das Ambiente unter den Bäumen passt hervorragend. Ich schätze, dass zwischen 160 bis 180 Trecker vor Ort waren. Auch mit der Publikumsresonanz sind wir sehr zufrieden“, sagte Dirk Fericks, der LMF-Vorsitzende. Nach dem ereignisreichen Treffen tuckerten alle getreu dem obigen Motto mit etwa 20 bis 25 km/h Höchstgeschwindigkeit wieder heimwärts. Bis demnääscht im Johr 2027.