"Treffen der Generationen: Johannes Kettlack und Klaus Hegel im Reeser Gymnasium Aspel"
5. November 2026 Von NN-Online · Rees

Der erste Schulleiter des Gymnasiums (Haus) Aspel

Nach 49 Jahren kehrte Johannes Kettlack erstmals nach Haus Aspel zurück und besuchte auch das Schulzentrum am Westring. Eingeladen hatte der Reeser Geschichtsverein Ressa.

REES. Klaus Hegel, seit 2014 Schulleiter des Gymnasiums Aspel der Stadt Rees, hat einen besonderen Gast in seinem Dienstzimmer empfangen: seinen Vor-Vor-Vorgänger Johannes Kettlack. Dieser leitete von 1973 bis 1977 das Gymnasium Haus Aspel, das damals noch in der malerischen Klosteranlage beheimatet war.

Nachdem die Töchter vom heiligen Kreuz ihre 1851 gegründete Mädchenschule Anfang der 1970er-Jahre in städtische Verantwortung übertragen hatten, übernahm Johannes Kettlack ab 1973 die Leitung des Gymnasiums, an dem fortan auch Jungs lernen durften.

Das Treffen zwischen Johannes Kettlack und Klaus Hegel wurde vom Reeser Geschichtsverein Ressa organisiert. Der Verein hatte zuvor die Festschrift zum 175-jährigen Bestehen des Gymnasiums erstellt. Das Jubiläum wurde im Sommer 2026 mit einem Festakt, einem Klappstuhlkonzert, einem Schulfest und einem großen Ehemaligentreffen gefeiert.

Johannes Kettlack, heute 87 Jahre alt und wohnhaft in Heek bei Ahaus, konnte an den Jubiläumsfeiern nicht teilnehmen, weil er jeden Sommer traditionell mit seiner Frau im schwedischen Södermanland verbringt. Auf Einladung des Geschichtsverein wurde der Besuch nun nachgeholt – mit vollem Programm: Ressa-Vorstandsmitglied Michael Scholten brachte Johannes Kettlack zunächst mit Bürgermeister Sebastian Hense und Schulamtsleiterin Sigrid Mölleken im Rathaus zusammen. Es folgte ein Besuch in Haus Aspel, wo Hausmeister Hugo van Bebber den Gast durch seine frühere Arbeitsstätte führte. Nach dem Mittagessen zeigte Schulleiter Klaus Hegel Johannes Kettlack das heutige Gymnasium Aspel, das seit 40 Jahren zum Schulzentrum am Westring gehört.

Der Ausflug endete im Konferenzraum der Reeser Agentur concept!pro. Dort zeigte Ressa-Vorstandsmitglied Dirk Kleinwegen Johannes Kettlack den WDR-Film „Aspel – Ende einer Schulzeit“, für den der Halderner Clemens Reinders 1986 den Umzug des Gymnasiums von Haus Aspel an den Westring dokumentiert hatte. Den Umzug organisierte seinerzeit Werner Kusenberg. Er war von 1978 bis 2001 Schulleiter, in seine Fußstapfen trat Roman Claus, der 2014 an Klaus Hegel übergab.

Für Johannes Kettlack war es der erste Besuch auf Haus Aspel seit 49 Jahren, auch wenn er immer mal wieder am Niederrhein zu Gast ist. Sein Bruder wohnt in Praest. Für Johannes Kettlack, der zunächst am Emmericher Gymnasium Englisch und Französisch unterrichtete, war Haus Aspel die erste Karrierestation als Schulleiter. 1977 übernahm er die Leitung der Deutschen Schule in Stockholm, 1984 wechselte er an ein Gymnasium in Gronau, gefolgt von der German School New York (1988 bis 1994). Schließlich leitete er das Gymnasium in Dülmen, bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002.

Für das Jahrbuch des Reeser Geschichtsvereins, den „Reeser Geschichtsfreund“, hat Johannes Kettlack zusammen mit Michael Scholten die Erinnerungen an die Pionierzeit des Reeser Gymnasiums aufgeschrieben und mit Fotos aus jenen Jahren illustriert. Das Buch erscheint am 27. November, pünktlich zum „Rääße Weihnachtspädje“, und kostet zehn Euro. Mitglieder des Vereins erhalten das Buch kostenfrei.

Weiterhin erhältlich ist die Festschrift zum 175-jährigen Bestehen des Gymnasiums Aspel. Sie wird für zehn Euro in der Touristeninformation am Reeser Markt, in der Delltorapothek und unter www.ressa.de/shop verkauft.

Treffen der Generationen: Johannes Kettlack (l.), erster Schulleiter des Reeser Gymnasiums, besuchte in Rees seinen dritten Nachfolger. Klaus Hegel leitet das Gymnasium Aspel seit 2014. Foto: Ressa/Michael Scholten

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