Demokratisches Handeln schon früh üben
Gelderner Realschüler wählen ihren neuen Schülersprecher nach „großem“ Vorbild
GELDERN. Das große Wahlwochenende wurde an der Realschule An der Fleuth bereits am Freitagvormittag eingeläutet: 481 Schüler gingen an die Wahlurnen, um ihren neuen Schülersprecher zu wählen.
Um das Amt gingen diesmal Nora aus der 10b, Chris aus der 10c, Sajad aus der 9a und Aimen aus der 9c ins Rennen. Die vier engagierten Kandidaten hatten tüchtig Werbung in eigener Sache gemacht. Auf Plakaten stellten sie sich und ihre Ziele vor, im Laufe der Woche waren sie von Klasse zu Klasse gegangen, um sich den jungen Wählern persönlich vorzustellen, und am Donnerstag hatte die gesamte Schulgemeinde während einer Podiumsdiskussion im Forum die Möglichkeit, noch einmal Fragen und Wünsche an die Vier zu richten.
Am Wahltag konnten die Schüler der RSAdF im Wahllokal im Selbstlernzentrum ihre Stimmen abgeben. Wie bei der „großen“ Wahl mussten sie dafür ihren Schülerausweis vorlegen. Für den reibungslosen Ablauf sorgten Dirk Ferlemann und sein SW-Kurs aus Jahrgang 9. Die Stimmenauszählung zeigte ein eindeutiges Ergebnis: 216 Wähler-Stimmen – das waren 48,4 Prozent – gingen an Sajad, der die Wahl somit klar für sich entscheiden konnte. Die übrigen Stimmen verteilten sich mit 87 für Chris (19,5 Prozent), 75 für Aimen (16,8 Prozent) und 68 für Nora (15,2 Prozent). Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 93 Prozent. Von den 448 abgegebenen Stimmen waren 446 gültig.
Der Schulleiter hob die Bedeutung der Schülersprecherwahl hervor: „Die Wahl erlaubt den Schülerinnen und Schülern demokratisches Handeln und die Übernahme von Verantwortung.“
Zu Sajads Zielen gehören die Organisation eines Fußball-Turniers für alle Klassen, eine Beschwerde-Box, mit deren Hilfe sich der neue Schülersprecher um Ideen und Probleme seiner Mitschüler kümmern will, und die Möglichkeit, die Pausen auch im Forum zu verbringen. Wilfried Schönherr wünschte Sajad viel Erfolg im neuen Amt und bei der Umsetzung seiner Ideen.