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Bei der Podiumsdiskussion im Rahmen der Projektwoche „Demokratie erleben“ stellten sich (v.l.) Bürgermeister Bernd Kuse, Philipp Laumann (Die Linke), Oliver Deest (SPD), Hans-Hermann Terkatz (Grünen), Johannes Pieper (FDP), Franz-Josef Lemmen (CDU) und Katrin Reintjes (Freie Wähler) den Fragen der Schüler.NN-Foto: Theo Leie
7. Juli 2025 Von NN-Online · Straelen

Demokratie hautnah

Schüler des Städtischen Gymnasiums Straelen im Dialog mit der Lokalpolitik

STRAELEN. Wie funktioniert Demokratie – und wie wird sie für junge Menschen erfahrbar? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Projektwoche „Demokratie erleben“ am Städtischen Gymnasium Straelen. Die Schüler der zehnten Klassen setzten sich intensiv mit Grundrechten, gesellschaftlichen Werten und aktuellen politischen Herausforderungen auseinander. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion in der Mensa der Bofrost-Halle, bei der Bürgermeister Bernd Kuse und Vertreter aller Ratsfraktionen Rede und Antwort standen.

Vertreten waren Bürgermeisterkandidat Franz-Josef Lemmen (CDU), Oliver Deest (SPD), Hans-Hermann Terkatz (Bündnis 90/Die Grünen), Johannes Pieper (FDP), Katrin Reintjes (Freie Wähler) sowie Philipp Laumann (Die Linke). Unter der Moderation von acht Schülern aus der Jahrgangsstufe 10 stellten die Jugendlichen ihre Fragen direkt an die Politik – und machten deutlich, was sie bewegt. So fragte Lars Rademacher aus der Einführungsphase: „Könnten die Öffnungszeiten des Jugendzentrums ‚Just‘ am Wochenende auf 21 Uhr verlängert werden, damit auch ältere Jugendliche dort einen Treffpunkt finden?“. Oberstufenschülerin Emily Engbarth regte an: „Warum sucht die Politik nicht selbst aktiver den Kontakt zu uns?“ Und Filip Mrdalj wollte wissen: „Was tut die Stadt, um die Sicherheit, besonders von Frauen, zu gewährleisten?“

Neben dem Thema Sicherheit standen auch Freizeitangebote, Infrastruktur und Stadtentwicklung im Fokus. Wünsche wie ein Außenbereich für das Schwimmbad oder ein Café für junge Menschen wurden vorgebracht. Die Grünen erläuterten, wie trotz Schuldenabbau Investitionen in Feuerwehr, Schulen und Straßen gesichert werden sollen. Die FDP wurde nach konkreten Ideen gefragt, wie mehr Jugendliche zur Mitgestaltung motiviert werden können. Die Linke kommentierte den Vorschlag eines möglichen Schienenanschlusses für Straelen.

Bürgermeister Kuse griff die Anliegen auf und appellierte: „Geht wählen, beteiligt euch und bringt eure Anliegen ein.“ Die SPD begrüßte die offene Diskussion und sprach sich für eine jährliche Wiederholung der Veranstaltung aus. Die Grünen hoben die Bedeutung des direkten Austauschs hervor, während die FDP junge Menschen ermutigte, mutig eigene Ideen einzubringen. Die CDU lobte die engagierten und kritischen Fragen und nahm Anregungen wie die verlängerten Öffnungszeiten des Jugendzentrums dankbar auf. Auch die Freien Wähler und die Linke riefen die Jugendlichen zur aktiven Teilhabe am politischen Geschehen auf.

Die Projektwoche, organisiert von den Sozialwissenschaftslehrkräften Christiane Geenen, Lydia Cürlis, Johannes Hellenbrand, Thomas Scharmann und Leon Hebben, diente zugleich als Vorbereitung auf die Kommunalwahl im September 2025 – bei der viele der Jugendlichen erstmals wahlberechtigt sein werden. Geenen fasste die Intention zusammen: „Demokratie ist keine abstrakte Idee, sie betrifft uns alle – und jede und jeder kann etwas bewegen.“

Bei der Podiumsdiskussion im Rahmen der Projektwoche „Demokratie erleben“ stellten sich (v.l.) Bürgermeister Bernd Kuse, Philipp Laumann (Die Linke), Oliver Deest (SPD), Hans-Hermann Terkatz (Grünen), Johannes Pieper (FDP), Franz-Josef Lemmen (CDU) und Katrin Reintjes (Freie Wähler) den Fragen der Schüler.NN-Foto: Theo Leie

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