Daniela Henfling am 15. November in Haldern, Porträtaufnahme.
17. Oktober 2026 Von NN-Online · Rees

Daniela Henfling kehrt mit berührender Lesung nach Haldern zurück

Autobiografische Lesung am 15. November thematisiert kindliche Ängste und die Kraft der Hoffnung

HALDERN. Daniela Henfling liest am Sonntag, 15. November, 17 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) in der Theater- und Kulturwerkstadt Haldern, Klosterstraße 15, aus ihrem Buch „Vom kleinen Murks zum Herzensass“.

Manchmal führt das Leben einen genau dorthin zurück, wo alles begann. Für Daniela Henfling ist diese Lesung weit mehr als eine Buchvorstellung. Sie ist eine Rückkehr in die Stadt, in der sie aufgewachsen ist – an den Ort, an dem ihre Geschichte ihren Anfang nahm. Doch sie kommt nicht zurück, um mit der Vergangenheit abzurechnen. Sie kommt zurück, um Hoffnung zu schenken.

Mit ihrem Buch öffnet Daniela Henfling die Tür zu einem Thema, über das viele lieber schweigen. Sie bricht Tabus und spricht über das, was Kinder oft nicht in Worte fassen können: Angst, Einsamkeit, Überforderung, Sehnsucht nach Sicherheit und den tiefen Wunsch, gesehen zu werden. Ihre Geschichte ist persönlich. Gleichzeitig steht sie stellvertretend für viele Kinder, deren leise Signale im Alltag übersehen werden.

Die Lesung lädt dazu ein, nicht länger wegzuschauen, sondern hinzusehen. Schwierige Themen nicht zu meiden, sondern den Mut zu haben, sie anzusprechen. Sie ist ein Plädoyer für mehr Zivilcourage – nicht indem über die Missstände anderer gesprochen wird, sondern indem man im eigenen Umfeld aufmerksam ist und Verantwortung übernimmt.

Daniela Henfling möchte zeigen, dass selbst aus einer schweren Kindheit etwas Wertvolles entstehen kann: „Meine Kindheit hat mich nicht nur verletzt. Sie hat mir etwas geschenkt: die Fähigkeit, Menschen wirklich zu sehen. Besonders Kinder. Ihre Bedürfnisse, ihre Gefühle und all das wahrzunehmen, wofür ihnen oft noch die Worte fehlen. Heute darf ich diesen Gefühlen eine Sprache geben und Familien dabei begleiten, einander besser zu verstehen.“

Diese Lesung ist deshalb keine Veranstaltung über Schuld oder Vergangenheit. Sie ist eine Einladung, den Blick zu verändern. Was wäre, wenn wir hinter Verhalten den Menschen sehen? Was wäre, wenn wir Kindern früher zuhören würden? Was wäre, wenn mehr Erwachsene den Mut hätten, nicht wegzusehen?

Gerade die Rückkehr an den Ort ihrer eigenen Geschichte macht diesen Abend zu etwas Besonderem. Daniela Henfling zeigt, dass Herkunft nicht über Zukunft entscheidet. Dass aus Schmerz Mitgefühl wachsen kann. Dass aus Erfahrungen Stärke entstehen kann. Und dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, aus seinen eigenen Wunden etwas entstehen zu lassen, das anderen Hoffnung gibt.

Die Lesung richtet sich an alle Menschen, die glauben, dass Kinder gesehen werden müssen, bevor sie laut werden. An Eltern, Großeltern, Fachkräfte, Nachbarn, Freunde – und an alle, die davon überzeugt sind, dass eine mitfühlende Gesellschaft dort beginnt, wo Menschen den Mut haben, hinzusehen.

Der Eintritt kostet 15 Euro, Reservierung unter Telefon 01573/8910085 und per E-Mail an siljaboehling-buhl@web.de.

Daniela Henfling kommt am 15. November nach Haldern. Foto: privat

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