Ensemble des Theaters im Fluss inszeniert Stück über Gefahren sozialer Medien, in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Kleve.
19. Mai 2026 Von NN-Online · Kleve

„Click und Swipe“

Medienkompetenz für Schüler der fünften Klassen der Schulen in Kleve

KLEVE. Der Kinderschutzbund Kleve, das Theater im Fluss und die Schulen waren sich einig, das Social Media Präventions-Projekt „Click und Swipe“ sollte in den kommenden Jahren in enger Zusammenarbeit fortgesetzt werden und es wurde fortgesetzt. Zum nunmehr dritten Mal haben sich mehr als 600 Schüler der fünften Klassen der Schulen in Kleve auf den Weg gemacht, um sich in den Räumen des Theaters im Fluss mit ihren Lehrern auf ungewöhnliche Weise mit dem allgegenwärtigen Thema „Social Media“ zu beschäftigen.

Sechs Mitglieder des Ensembles des Theaters im Fluss haben in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Kleve ein Stück erarbeitet, das in seinen Bildern eindrucksvoll auf die Gefahrenfacetten der Sozialen Medien aufmerksam macht. Sei es der ins Bild gesetzte alles durchdringende Einfluss der „Influencer“, der den Alltag der Kinder und Jugendlichen manipuliert, seien es die vielen Facetten des Cybermobbings, die von allen Zuschauenden mit-leidend erfahren wurden und auch die verführerische Macht der digitalen Spiele und die immer subtiler platzierten „Lootboxen“, die ein Suchtpotential und finanzielle Verluste billigend in Kauf nehmen.

Dies alles wurde wieder von den fünf Schauspielern Ella Lichtenberger, Lotta Loos, Janis Krebbers, Julian Theyssen und Lilli Evers und dem für die gesamte Technik einschließlich der Effekte zuständigen Lucas Hans realisiert. Mit der Präsentation der Szenen endete der Projektauftakt noch nicht. In der anschließenden in Kleingruppen Nachbearbeitung wurde das Stück eingehend besprochen und von den Schülern mit eigenen Erfahrungen in ihre Lebenswelt übertragen. Jeder fand etwas aus seinem persönlichen Erfahrungsraum wieder. Über die persönlichen Erfahrungen hinaus, wurde auch das Verbot des Social Media Zugangs mit der teilnehmenden Zielgruppe diskutiert.

Andrea Münnekhoff, Bernhard Heisterkamp und Dr. Ursula Figura, Kinderschutzbund Kleve, die das Projekt von den Anfängen bis zur jetzt erfolgten Realisation begleitet haben, betonen, dass es nun wichtig ist, dass die Eltern der Kinder in ihrem Umgang mit den Sozialen Medien unterstützt werden, sie sind ein wesentlicher Schlüssel zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Sozialen Medien.

Um hier einen nachhaltigen Effekt erzielen zu können, soll das Thema Medienerziehung mit den praktischen Tipps der gemeinsamen Initiative „Schau hin!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der ARD, des ZDF und der AOK den Eltern zur praktischen Nutzung nahegelegt werden.

Sechs Mitglieder des Ensembles des Theaters im Fluss haben in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Kleve ein Stück erarbeitet, das in seinen Bildern eindrucksvoll auf die Gefahrenfacetten der Sozialen Medien aufmerksam macht. Foto: KSB OV Kleve

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