CDU zu Gast bei den „Hochleistungssportlern“
Haus Riswick: Die Teilnehmer bekamen interessante Einblicke
KREIS KLEVE. Die CDU-Kreistagsfraktion Kleve hatte sich das Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Riswick als Ort für die erste gemeinsame Sitzung mit den sachkundigen Bürgern ausgesucht. Nach der Begrüßung durch Fraktionsvorsitzenden Ludger Hendriks und eine kurze Vorstellungsrunde des Vorstandes freute sich Bernd Ollertz-Mertens, wissenschaftlich tätig in der Forschung im Bereich der Milchvieh- und Rinderhaltung, über den Besuch. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass die Politik sich den Anliegen der Landwirtschaft stellt“, sagte Ollertz-Mertens. Das Höfesterben beginne gerade erst. „Selbstversorgung ist dann irgendwann nicht mehr zu gewährleisten“, warnte er. Zu den akutesten Themen für die Landwirtschaft gehöre die Planbarkeit, vor allem aber der Mangel an Fachkräften.
Bei einem ausführlichen und sachkundigen Rundgang führte Gregor Janknecht, Referent für Rinderhaltung im Versuchs- und Bildungszentrum, die Politiker in die Arbeit der Einrichtung ein. Schwerpunkt seiner Ausführungen: die konventionelle Herde. Janknecht erläuterte Arbeitsabläufe und aktuelle Versuchsprojekte, erklärte die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Umsetzung oder Verwertung von Nährstoffen. Den „Hochleistungssportler Rind“ begleite man auf Haus Riswick mit täglicher und kontinuierlicher Datenerfassung, so Janknecht. „Wir haben in der Landwirtschaft die höchsten Produktionssteigerungen in den letzten 30 Jahren“, betonte er. Keinen Hehl machte er aus bestehenden Problemen und sprach die enormen Preissteigerungen bedingt durch den Krieg in der Ukraine, die große Trockenheit des vergangenen Sommers sowie das Fehlen von Fachkräften an. Die Teilnehmer bekamen interessante Einblicke in die aktuellen Forschungsprojekte, etwa zu verschiedenen Arten von Spaltenböden und ihre Auswirkung auf Fressverhalten oder die Klauen der Tiere. Sie lernten hochmoderne Ställe voller Messtechnik und Automatisierung kennen. Die Erkenntnisse aus dieser Forschung, unterstrich Janknecht mit Blick auf Ammoniak- und Methan-Emissionen spielten auch in der politischen Diskussion eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt dieser Aspekt mache die Arbeit und die Erkenntnisse auf Riswick so wertvoll.