Stephan Wedding möchte Rheinbergs nächster Bürgermeister werden. Foto: Peter Meulmann
25. Juni 2025 · Sabrina Peters · Rheinberg

CDU Rheinberg präsentiert über 70 Ideen für einen Rheinberger Neustart

Die Christdemokraten stellen ihr Wahlprogramm inklusive mehrerer Sofortmaßnahmen vor

RHEINBERG. Fünf Themen-Schwerpunkte und über 70 konkrete Maßnahmen: Die CDU Rheinberg legt zur Kommunalwahl im Herbst ein differenziert ausgearbeitetes Wahlprogramm vor, den die Christdemokraten selbst den „Rheinberg-Plan: Ein Neustart für unsere Stadt“ nennen. „Wir haben diesen in verschiedenen Arbeitskreisen ausgearbeitet und haben dafür die gesamte Partei mitgenommen. Wir wollten wissen, wo der Schuh drückt, und das ist uns ganz passabel gelungen. Wir haben ein inhaltlich starkes Wahlprogramm herausgearbeitet“, sagt Stephan Wedding, Bürgermeisterkandidat der CDU Rheinberg.

Inhaltlich baut es auf die besagten fünf Themen-Schwerpunkte Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung, Wirtschaft und Tourismus, Familie und Bildung, Heimat und Umwelt sowie Verwaltung und Finanzen auf. Viele der darin enthaltenen über 70 konkreten Maßnahmen möchte Wedding jedoch nicht erst im Laufe einer möglichen fünfjährigen Amtszeit als Bürgermeister angehen. „Wir haben auch ein Sofortprogramm für die ersten 100 Tage im Amt erstellt, das maßgeblich auf drei große Blöcke aufgebaut ist: Neustart für ein sicheres, sauberes und ordentliches Rheinberg, Neustart für ein wirtschaftlich starkes Rheinberg und Neustart für ein lebenswertes Rheinberg“, sagt Wedding.

Der Bürgermeisterkandidat rückt dabei ganz besonders die Wirtschaft in den Fokus. „Die Wirtschaft möchte ich zur Chefsache machen. Denn aus meiner Sicht ist der Bürgermeister der erste Wirtschaftsförderer der Stadt“, sagt der Christdemokrat. Als Bürgermeister wolle er einen „Masterplan Wirtschaft“ initiieren, um zum Beispiel neue Flächen für Unternehmen – wie etwa das AOK-Gelände oder das Semper-Idem-Haus – weiterzuentwickeln. Ein Start-Up-Center solle darüber hinaus eine Gründung für junge Unternehmer leichter machen. „Es wäre schön, wenn mir damit junge Start-Ups nach Rheinberg locken und dann auch halten können“, meint Wedding. Allgemein möchte Wedding mit der Wiedereinführung eines Jahresempfangs für die Wirtschaft und der Einführung von zentralen Ansprechpartnern für Unternehmen und Landwirte die Kommunikation untereinander und zwischen Stadt und Unternehmern stärken.

Gleichzeitig solle ein „Startchancenpakets“ zur Belebung von Gastronomie und Tourismus helfen. „Wir wollen damit unter anderem den Marktplatz wieder beleben. Wenn man in den Süden Europas reist, sind die Marktplätze dort alle der zentrale Mittelpunkt“, sagt Wedding. Das solle auch in Rheinberg wieder möglich gemacht werden. Besonders die Außengastronomie solle wieder ausgebaut werden – wenn nötig auch über Straßenseiten hinweg. Apropos Straßen: „Mit mir als Bürgermeister würde auch sofort die Sperrung der Durchfahrt der Rheinberger Innenstadt im Bereich Holzmarkt und Fischmarkt an den Wochenenden aufgehoben werden. Denn da ist ohnehin niemand für und sie bringt auch nichts. Natürlich sollen Autos dort auch nicht mit 50 Stundenkilometern durchfahren dürfen, aber mit Schrittgeschwindigkeit“, sagt Wedding. An einer dafür benötigten Mehrheit im Rheinberger Stadtrat würde er als einer seiner ersten Amtshandlungen direkt arbeiten.

Ein weiterer, zentraler Baustein seines Vorhabens sei die Entwicklung eines „Masterplans Wohnen“, mit dem Rheinberg als attraktive Wohnstadt gezielt und nachhaltig weiterentwickelt werden solle. „Hier möchte ich mit Investoren ins Gespräch kommen und so helfen“, sagt Wedding. Zugleich wolle er das bürgerschaftliche Engagement stärken. Dazu plane er die Einführung eines zentralen Ansprechpartners für das Ehrenamt, der Vereine, Initiativen und engagierte Bürger gezielt unterstütze und vernetze.

Auch die Bürgernähe wolle er deutlich verbessern: Zum einen solle dafür das Bürgerbüro solle wieder verlässlich geöffnet sein, und zum anderen möchte Wedding als Bürgermeister in allen Ortsteilen Bürgersprechstunden anbieten.

Für ein sicheres, sauberes und ordentliches Rheinberg möchte Wedding in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit zudem einen Kommunalen Ordnungsdienst einrichten, wie es ihn schon in anderen Kommunen gebe. „Dieser trägt zum Beispiel Uniform und hat auch Handschellen bei sich. Er ist also stärker ausgestattet als der bisherige Außendienst“, sagt Wedding. Bürgern solle das ein stärkeres Gefühl der Sicherheit geben. Darüber hinaus möchte Wedding ein „48 Stunden Dreck weg“-Versprechen geben. „Wenn jemand Müll, ein unerlaubtes Graffiti oder etwas anderes meldet, soll dieses Ärgernis innerhalb von 48 Stunden beseitigt sein“, sagt Wedding. Bürger sollen entweder im Rathaus, per Telefon, E-Mail oder eine noch zu entwickelnde „Rheinberg-App“ solche Vorkommnisse melden können.

Insgesamt wolle Wedding die Verwaltung dort, wo es gehe, digitaler aufstellen. Zu Lasten des Steuerzahlers sollen alle Vorhaben aber nicht gehen. „Ich möchte keine weiteren Steuererhöhungen“, verspricht Wedding. Die Gewerbesteuer wolle er sogar senken und die Hundesteuer gar komplett streichen. „Ich möchte es, wie bei mir zuhause halten: Da schaue ich auch zuerst auf meine Ausgaben und gucke, wo ich sparen kann, anstatt nach mehr Einnahmen zu suchen“, betont Wedding. Sabrina Peters

Stephan Wedding möchte Rheinbergs nächster Bürgermeister werden. Foto: Peter Meulmann

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