Bürgerbeteiligung am Windpark Issum startet
Anwohner haben die Möglichkeit, sich finanziell zu beteiligen
ISSUM. Bald reduziert sich durch das Repowering die Anzahl der Windenergieanlagen im Windpark Issum von neun auf vier und gleichzeitig steigt die Stromproduktion um das Dreifache: Ab Sommer werden die vier neuen Anlagen vom Typ Enercon E-160 jährlich rund 54 Millionen Kilowattstunden Grünstrom erzeugen und damit rechnerisch knapp 19.000 Haushalte klimaneutral versorgen können. Schon jetzt haben Anwohner die Möglichkeit, sich finanziell zu beteiligen, denn die Bürgerbeteiligung startet am Donnerstag, 22. Februar. Angeboten wird sie von der SL Windpark Issum GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der SL NaturEnergie Unternehmensgruppe, das zwei der vier neuen Windenergieanlagen auf Issumer und Rheurdter Gebiet betreibt. Wer die Energiewende unterstützen und sich für zukünftige Generationen einsetzen möchte, kann sich ab Donnerstag in Form eines Nachrangdarlehens mit qualifiziertem Rangrücktritt am Repowering des Windparks beteiligen. Um den regionalen Bezug sicherzustellen, gilt das Angebot exklusiv für Einwohner mit Erst- oder Zweitwohnsitz in 47661 Issum und 47509 Rheurdt. Pro Person ist eine Investition ist schon ab 500 Euro möglich, das Maximum liegt bei 25.000 Euro. Über die gesamte Laufzeit von mindestens zehn und maximal 20 Jahren erhalten Anleger einen festen Jahreszins von fünf Prozent. Die Zinszahlungen erfolgen regelmäßig jährlich.
Um die Bürgerbeteiligung mittels Crowdfunding zu ermöglichen, kooperiert die SL Windpark Issum GmbH & Co. KG mit den Crowdfunding-Spezialisten von der eco:finance GmbH, die die Beteiligungsplattform Kli-maschwarm betreiben. Interessierte finden alle weiteren Informationen auf www.windpark-issum.de. Dort gelangen sie auch direkt zur Zeichnung.
Aber auch diejenigen, für die eine Investition nicht infrage kommt, werden vom Windpark Issum profitieren: Die SL NaturEnergie Stiftung, in die Teile des Erlöses aus der Windstrom-produktion einfließen, wird gemeinnützige Vereine, Projekte und Initiativen vor Ort unter-stützen. Ein Gremium aus Bürgerinnen und Bürgern wird über die Vergabe der Förderung entscheiden. Damit soll eine möglichst breit gefächerte Wertschöpfung aus dem Anlagenbetrieb erreicht werden.