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Blind Lemon kamen als Ersatz und überzeugten auf ganzer Linie. Foto: privat
1. Dezember 2025 Von NN-Online · Geldern

Brausendes Finale im Gelderner ,,Joker“

Vanja Sky und Blind Lemon brillierten zum Ausklang des Jubiläumsjahres

GELDERN. Nicht nur die Gesichter der beteiligten Musiker strahlten um die Wette – auch dem Team vom CulturKreis Gelderland war die Freude anzusehen. Ja, es war das erhoffte Finale zum Ausklang des Jubiläumsjahres; ein gut gefüllter Club und rundum zufriedene und vielfach begeisterte Gäste. Großen Anteil daran hatten bereits Blind Lemon, die der Club kurzfristig als Ersatz für Nienke Dingemans beschafft hatte. Ersatz? Vorband? Vereinzelt gab es sogar Stimmen aus dem Publikum, die sich eine sofortige Verpflichtung von Britt Litjens und ihren Mitstreitern als Hauptact wünschten.

In der Tat, die 32-jährige Sängerin, Keyboarderin und Bluesharpspielerin nahm die Bluesfans mit auf eine musikalische Reise, auf der jeder einzelne Song saß. Vom ersten bis zum letzten Stück wehte ein Hauch von Wind durch den ,,Joker“, der von den mitwippenden und mittanzenden (neuen) Fans der niederländischen Band ausgelöst wurde. Zum Abschied gab es frenetischen Beifall und immer wieder die Fragen an die Clubverantwortlichen: „Wie zaubert ihr immer wieder so tolle Bands aus dem Hut?“

Die Vanja Sky Band hatte der CulturKreis Gelderland bereits Anfang 2024 ,,aus dem Hut gezaubert“ und erneut verpflichtet, da sich viele Clubfans das Wiedersehen im Jubeljahr gewünscht hatten.

Mit Zaubern hat die Programmgestaltung allerdings nichts zu tun. Vereinsvorstand Willi Teloo, sein Stellvertreter Stefan Deckers und Medienchef Frank Arend sind dafür regelmäßig in der Bluesszene unterwegs, studieren Fachzeitschriften und Streamingdienste, um danach Auswahlen zu treffen und diese dann (nach Machbarkeit) zu realisieren.

Nach dem Dampf, den Blind Lemon auf der Bühne abgelassen hatten, musste Vanja Sky mit ihrer Band ebenfalls voll aufdrehen, um das Publikum nach dem Bühnenumbau erneut auf Touren zu bringen.

Ihr Repertoire war deutlich umfangreicher und enthält (bei einer Gesamtspielzeit von beinahe zwei Stunden) auch ruhigere Stücke mit fantastischen Passagen für die Soloeinlagen von Gitarre oder Bass.

Mit Start des zweiten Sets war es mit der ,,Ruhe“ vorbei – der Sound wurde ständig rockiger, die Band stampfte die Songs in den ,,Joker“; in die Körper der Blues- und Rockfans, die nicht mehr zur Ruhe kamen. Ihren eigenen Lärmpegel bekam die Band jetzt im Austausch vom Publikum zurück.

Laut war es, der Pegel war toll und ausgewogen - kein Wunder: Mit Stefan Kosmalla von Rockline stand auch Vanja Sky der beste Tontechniker zur Seite. Dies bestätigen nicht nur Willi Teloo, sondern vor allem der Dank und das Lob aller beteiligten Musiker der Bands dem unbestrittenen Fachmann. Stefan Kosmalla: ,,Es machte aber auch riesigen Spaß, diese tollen Musiker zu begleiten.“

Spannend geht es am Samstag, 17. Januar, an gleicher Stätte weiter, wenn mit Todd Sharpville ein echtes ,,Blaublut“ aus den UK seine Visitenkarte in Geldern abgibt.

Der Vorverkauf ist eröffnet (Eventim, Bücher Keuck und culturkreis-gelderland.de). Alle Infos zu dem Konzert über die Homepage des Clubs.

Blind Lemon kamen als Ersatz und überzeugten auf ganzer Linie. Foto: privat

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