„Bonanza-Feeling“ im Alpener Erzählstübchen
Im dritten Teil der NN-Sommerserie stehen Spiel und Spaß für die ganze Familie im Fokus
Wer immer schon einmal ein Rinder-Treiben mit Bonanza-Feeling in Veen erleben wollte und nicht beim letzten Erzählstübchen nicht dabei war, hat´s verpasst. „Hallo Nachbar“ war dieses Mal das Motto der Veranstaltung. Zwischen den Texten wurden bekannte und passende Lieder gesungen. Durch Klavierspiel sowie Mundharmonika begleitet, sangen die Gäste gutgelaunt und kräftig mit.
Das Spektrum der vorgetragenen Geschichten und Gedichte reichte von der lyrischen Beschreibung einer Mutter-Tochter-Nachbarschaft über Kindheits- und Jugend-Nostalgie bis zu Begegnungen in Europa und aller Welt. Denn Nachbarn sind aus Sicht der Autoren nicht nur die unmittelbar nebenan wohnenden. Ob Büro-, Tisch- oder Thekennachbar, von der Nachbargemeinde bis zu Nachbar-planenten, der Begriff wird heutzutage vielfältig ausgelegt.
„Bloody Nazi German“ bekamen die Teilnehmer der ersten deutschen Jugendfreizeiten nach dem Krieg, unter anderem auf der Kanalinsel Jersey zu hören. Die Regierungen benachbarter Länder, wie Holland oder Frankreich förderten die internationale Begegnung von Jugendlichen. „Ist der Kontakt erst hergestellt, findet sich die Lösung von allein.“ Später gang das Wort, Deutschland von Nachbarn umgeben. Hingegen erinnerte „Transit“ an die Erlebnisse auf der Interzonen-Autobahn mit Nachbarn, die uns heute nah sind und damals gefühlt sehr weit weg waren. Die Geschichte „Hongersnut on Wirtschaftswonder“ vom Dicken Thei und seinem Nachbarn Onkel Fritz, brachte viele zum Lachen. Wie Nachbarschaft im Kleinen, in der direkten Nachbarschaft des Dahlacker-Gebiets, funktioniert, wurde liebevoll beschrieben. Nostalgische Gefühle beim Gedenken daran, dass die Alpener „früher“ in ihrer City alles für den täglichen Gebrauch zu Fuß erwerben konnten, kamen ebenfalls auf – ehemals ansässige Einzelhändler werden bitter vermisst. Das Amalien-Café war wieder einmal „rappelvoll“. Vortragende, Besucher und das Team des Cafés genossen die Gemeinschaft und das Beisammensein. So manch einer summte auf dem Heimweg ein bekanntes Lied und so manche Geschichte weitererzählt.