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Gil Shachar, David, in Wachs, Epoxidharz und Farbe.Foto: Gil Shachar ©VG Bild-Kunst, Bonn 2026
12. Februar 2026 Von NN-Online · Xanten

Bildhauer Gil Shachar stellt im StiftsMuseum Xanten aus

Die Ausstellung „UN-VERHÜLLT“ wird am 14. Februar um 15 Uhr eröffnet

XANTEN. Mit der Ausstellung „UN-VERHÜLLT. Der Bildhauer Gil Shachar“ zeigt das StiftsMuseum Xanten vom 14. Februar bis 19. April Werke des international bekannten Bildhauers Gil Shachar. Die Ausstellung wird am kommenden Samstag, 14. Februar, um 15 Uhr mit einem Künstlergespräch eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Der in Duisburg lebende Bildhauer Gil Shachar, 1965 in Tel Aviv geboren, gilt als Meister der Täuschung. Bekannt ist er vor allem für seine täuschend realistisch wirkenden Menschenskulpturen. Auch in der Ausstellung im StiftsMuseum Xanten stehen daher Köpfe, Büsten und Torsi im Mittelpunkt. Um eine größtmögliche Lebensnähe zu erreichen, fertigt Shachar Abgüsse seiner überwiegend männlichen Modelle an, die er anschließend in Wachs und Epoxidharz umsetzt. Mit äußerster Präzision widmet er sich der Wiedergabe von Hauttönen, feinen Farbnuancen und Körperbehaarung. Wimpern, Augenbrauen und Kopfhaar trägt er einzeln mit dem Pinsel auf und stellt damit zugleich sein ausgeprägtes malerisches Können unter Beweis.

Eine Erweiterung erfahren die Figuren in einer speziell für das StiftsMuseum entwickelten Installation. Zerbrochene Spiegel beziehen den Ausstellungsraum ebenso wie die sich darin bewegenden Besucherinnen und Besucher in das Werk ein und bilden einen markanten Kontrast zu den leblosen, wächsernen Häuptern mit geschlossenen Augen und Mündern.

Ergänzend zeigt der Künstler eine Werkgruppe, in der Spiegel oder Gemälde verhüllt erscheinen. Erst bei näherer Betrachtung entpuppen sich die scheinbar weich fließenden Stoffe und Tücher als starre Abformungen. Shachar greift hier unter anderem einen jüdischen Ritus der Trauerbewältigung auf und verbindet diesen mit grundlegenden Fragen nach Materialität, Wahrnehmung und Illusion.

Die zeitgenössischen Arbeiten treten zugleich in einen Dialog mit der Sammlung des StiftsMuseums Xanten. In der direkten Gegenüberstellung mit mittelalterlichen Skulpturen, Reliquiaren und Textilien eröffnen sich neue und überraschende Perspektiven auf beide Positionen.

Zur Vernissage am kommenden Samstag, 14. Februar, um 15 Uhr gibt Gil Shachar im Gespräch Einblicke in seine künstlerische Arbeitsweise, seine Materialien und die zentralen Fragestellungen seines Werks. Weitere Informationen zur Ausstellung sowie zum Begleitprogramm finden sich unter www.stiftsmuseum-xanten.de.

Am Sonntag, 22. Februar, um 11.30 Uhr wird zudem Gil Shachars Installation „The cast whale project“ im Rahmen einer feierlichen Messe eröffnet.

Gil Shachar, David, in Wachs, Epoxidharz und Farbe. Foto: Gil Shachar ©VG Bild-Kunst, Bonn 2026

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