Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.OKWeitere InformationenCookies Auflistung
Bettina Gande vom Baumanagement übergibt symbolisch den Schlüssel vor dem frisch sanierten Bettenhaus an (v.l.) Dr. Conrad Middendorf, Dr. Martin Grummel, Josef Lübbers und Clemens Roeling.Foto: SBK/privat.
4. Juli 2022 · Kurzmitteilungen

Bettenhaus-Sanierung nach zehn Jahren abgeschlossen

Sanierungsarbeiten am St. Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort beendet

NIEDERRHEIN. „Es ist geschafft“, freuen sich Josef Lübbers und Dr. Conrad Middendorf, die Geschäftsführer des St. Bernhard-Hospitals Kamp-Lintfort. Alle Baumaßnahmen zur Sanierung des Bettenhauses sind abgeschlossen.

Rund 27 Millionen Euro wurden in den Umbau in diesen zehn Jahren investiert. „Wir haben die Sanierung bei laufendem Betrieb durchgeführt und sind – auch wenn wir viele Maßnahmen zur Lärm-Minderung eingesetzt haben – unseren Mitarbeitern und Patienten für ihre Geduld und ihr Verständnis sehr dankbar“, betont Josef Lübbers. „Trotz der Umbaumaßnahmen sind die Patientenzahlen bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie gestiegen“, freut er sich. Das Kamp-Lintforter Haus hat sich in diesem Umbau-Jahrzehnt von einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung zu einem Haus mit einem hohen Spezialisierungsgrad entwickelt.

2011 startete die bauliche Zielplanung. Drei Aspekte sollten mit der Baumaßnahme erreicht werden: es sollte ein Facharzt-Zentrum entstehen, damit es eine engere Vernetzung zum ambulanten Markt geben könnte. Dann sollten alle Stationen saniert werden, denn das Haus war zu dem Zeitpunkt bereits über 40 Jahre alt. Zudem war die Fassade an der Südseite teils brüchig, sie musste erneuert und energetisch gedämmt werden. Knapp 18 Monate nach Baubeginn wurde auch das Facharzt-Zentrum eröffnet. Rund sieben Millionen Euro waren in dieses Zentrum investiert worden. Im Erdgeschoss des 3.000 Quadratmeter großen Gebäudes fand die Praxis für Nieren- und Hochdruckkrankheiten/Dialysezentrum von Dr. Achim Assenmacher und Dr. Christoph Mangelmann mit über 30 Dialyse-Plätzen ihren neuen Raum. Im Kellergeschoss fand die Infrastruktur der Dialyse, mit aufwändiger Osmoseanlage, ihren Platz. Dort wurde auch eine zentrale Umkleidestation mit Duschen für alle Mitarbeitenden geschaffen. Die bislang auf den einzelnen Stationen befindlichen Umkleide-Räume wurden aufgelöst. Im ersten Obergeschoss entstand eine komplette neue Station als sogenannte „Ausweichstation“ für die sich in Sanierung befindlichen Stationen.

Im Herbst 2015 begannen die Arbeiten an der Fassade, die schon nach 18 Monaten erfolgreich beendet wurden. Auf 102 Metern Länge und 30 Metern Höhe wurden Dämmung und alle Klinker erneuert. Zeitgleich startete die Bettenhaus-Sanierung, zukünftig sollte in den Patientenzimmern eine Toilette und eine Dusche verfügbar sein. Für Patienten, deren Pflege besonders aufwändig ist oder die isoliert untergebracht werden müssen, wurden pro Station ein Einzel- und ein Zweibett-Zimmer eingerichtet. In den restlichen zehn Zimmern pro Station können nun jeweils bis zu drei Patienten untergebracht werden.

Alle Zimmer wurden bei der Sanierung in eine Rohbau-Situation zurückversetzt, alle Leitungen, Verkabelungen und die erforderliche Elektrotechnik neu verlegt. Auch die neuen Konzepte des Brandschutzes flossen in die Umbau-Maßnahmen ein. Es entstanden auch zwei Wahlleitungsstationen mit gehobenen Komfort.

Durch die geschaffene Ausweichstation konnten immer zwei Stationen gleichzeitig komplett saniert werden. Pro Etage dauerten die Bauarbeiten zwischen zehn und zwölf Monaten, fünf der sechs Etagen wurden innerhalb von fünf Jahren saniert.

Die Pandemie machte dann dem straffen Zeitplan einen Strich durch die Rechnung, denn nun wurde die Ausweichstation als Corona-Bereich benötigt. So musste die letzte Etage in zwei Etappen umgebaut werden, was die Fertigstellung um acht Monate verlängerte. „Nun ist es endlich soweit, wir verfügen jetzt über eine Planbettenzahl laut Landesplan von 356 Betten, inklusive unserer zehn Intensivbehandlungsplätze sowie sechs Intermediate Care (IMC)-Betten und sechs weiteren Betten für Notaufnahmen“, erläutert Conrad Middendorf.

Die Sanierung des Bettenhauses war nicht einzige Investition, die in den vergangenen Jahren stattfand. So wurden ein hochmodernes Herzkatheter-Labor mit zwei Behandlungsplätzen und die neue Zentralambulanz für alle operativen Bereiche geschaffen. Auch die Endoskopie-Abteilung wurde komplett modernisiert. Auch sämtliche Fahrbahnen auf dem Krankenhaus-Gelände wurden erneuert, die vorhandenen Parkplätze aufgestockt. Im Krankenhaus-Park entstand eine „Oase der Ruhe“ für die Mitarbeitenden, Patienten und Besucher, „Waldsofas“ und eine besondere Bepflanzung bieten die Möglichkeit zur Entspannung. Das Haus schuf – im Verbund mit drei anderen Kliniken und niedergelassenen Fachärzten – das Tumorzentrum Niederrhein. Die Orthopädie erweitert ihr Spektrum als Wirbelsäulen-Spezialzentrum um die operative Versorgung von Wirbelsäulen-Erkrankungen.

Für die Zukunft wird sich das St. Bernhard-Hospital erneut mit drei baulichen Themen beschäftigen: geplant ist die Sanierung und Erweiterung der Notaufnahme. Hier hat die bauliche Zielplanung bereits begonnen. Die Ausweichstation, die während der Bettenhaus-Sanierung so wichtig war, hat ihren Dienst getan, hier entsteht ein weiterer ambulanter Sektor. Zukünftig sind hier die ambulanten
Behandlungsräume des
Medizinischen Versorgungszentrums „MediaVita“ und der
ambulanten Onkologie. Direkt nebenan befindet sich die Station 1a, die gerade fertigstellte
Station, die als Kurzliegerbereich konzipiert ist. Hier werden zukünftig Patienten betreut, die nur einige Stunden oder wenige Tage zur Behandlung im St.-Bernhard-Hospital sind. Schließlich stehen auch die Räume der Physiotherapie auf dem
Sanierungsplan. „Wir haben auch in den nächsten Jahren noch viel vor“ sind sich Dr. Conrad Middendorf und Josef Lübbers einig. „Uns sind aber zwei Dinge besonders wichtig: dass unsere Patienten sich bei uns wohl und gut versorgt fühlen. Und dass unsere Mitarbeiter gern zur Arbeit kommen.“

Bettina Gande vom Baumanagement übergibt symbolisch den Schlüssel vor dem frisch sanierten Bettenhaus an (v.l.) Dr. Conrad Middendorf, Dr. Martin Grummel, Josef Lübbers und Clemens Roeling. Foto: SBK/privat.

Prospekte