Besuch eines Bankers mit Herz
Alfred Peters, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank
EMMERICH/REES. Auf Einladung des Vorstands durfte die Volksbank Emmerich-Rees kürzlich einen besonderen Gast begrüßen: Alfred Peters, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank eG Emmerich, kam zu Besuch, gemeinsam mit seiner Tochter.
Bei einem Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten nahm sich Alfred Peters Zeit, Erinnerungen aus seiner langen und prägenden Banker-Laufbahn zu teilen. Seine beruflichen Anfänge reichen bis in die unmittelbare Nachkriegszeit zurück: Am 1. August 1945 begann der gebürtige Reeser seine Ausbildung beim damaligen Reeser Spar- und Kreditverein. Dort erlebte er unter anderem die Währungsreform im Juni 1948 als Lehrling unmittelbar mit. 1955 wechselte Alfred Peters zur Spar- und Darlehnskasse Vrasselt. Es folgten wichtige Stationen für die Entwicklung der genossenschaftlichen Bank in der Region: der Einzug in das neue Bankgebäude an der Pionierstraße in Praest 1958, die neue Spar- und Darlehnskasse an der Dederichstraße in Emmerich 1963 sowie 1975 die Verschmelzung mit der Raiffeisenbank Elten zur Raiffeisenbank Emmerich. Im Jahr 1980 übernahm Alfred Peters den Vorsitz des Vorstands, bevor er am 31. Januar 1991 in den wohlverdienten Ruhestand ging. In seiner aktiven Zeit stand Alfred Peters für eine Bankarbeit, die von persönlicher Nähe, Vertrauen und Verantwortung geprägt war. Unter seiner Mitwirkung entwickelte sich die Bank stetig weiter: Aus der Spar- und Darlehnskasse Vrasselt mit einer Bilanzsumme von 795.000 Mark im Jahr 1955 wurde eine leistungsfähige Raiffeisenbank Emmerich mit einer Bilanzsumme von 102 Millionen Mark.
Die Entwicklung verdeutlicht eindrucksvoll, wie sich das genossenschaftliche Bankgeschäft in der Region über die Jahrzehnte verändert hat: Als Alfred Peters 1955 zur Spar- und Darlehnskasse Vrasselt kam, betrug deren Bilanzsumme 795.000 Mark. Nach der Fusion mit der Raiffeisenbank Elten wuchs die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Emmerich auf 102 Millionen Mark. Heute steht die Volksbank Emmerich-Rees eG für eine Bilanzsumme von 1.254 Millionen Euro. Die Zahlen zeigen die erfolgreiche Entwicklung – und zugleich, dass die Nähe zu den Menschen und das gegenseitige Vertrauen, für die Alfred Peters stets stand, weiterhin prägende Werte bleiben.
Der Austausch bei seinem Besuch war kurzweilig, persönlich und voller lebendiger Anekdoten aus vergangenen Jahrzehnten. Dabei wurde schnell deutlich: Alfred Peters ist auch viele Jahre nach seinem Eintritt in den Ruhestand noch immer ein Banker mit Herz.