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Im PAN bereiteten die Schüler die Tagesfahrt nach Amsterdam und das dortige Programm vor. Foto: provat
17. Juni 2024 Von NN-Online · Emmerich

Berührende Geschichte(n)

Schülerfahrt der Bürgeraktion Pro Kultur Emmerich nach Amsterdam zu Anne-Frank-Haus und Synagoge

EMMERICH. Die Bürgeraktion Pro Kultur in Emmerch hat dank der finanziellen Unterstützung durch den Lions-Club Emmerich-Rees wieder eine Schülerfahrt nach Amsterdam durchführen können.

An der Fahrt nahmen unter der Leitung von Jan Elting etwa 50 Schüler der Gesamtschule, des Förderzentrums Grunewald und des Willibrord-Gymnasiums teil. Die Bürgeraktion Pro Kultur hatte die Exkursion nicht nur inhaltlich vorbereitet, sondern auch sämtliche Kosten übernommen; der Lions-Club sponserte die Fahrt.

Vorbereitet wurden diese komplexe Ziele mit einem Besuch im PAN. Dort durften die teilnehmenden Jugendlichen dank der spannenden Ausführungen der Pro-KuItur-Vorsitzenden Irene Möllenbeck und Ute Wins-Jansen und anhand der zahlreichen Exponate im Jüdischen Kulturraum bereits in die Geschichte der Emmericher Juden eintauchen.

In Amsterdam wurde dann zunächst das Anne-Frank-Haus besucht. Bevor die kleinen Räume des „Hinterhauses“, in dem sich Anne mit ihrer Familie und vier weiteren Menschen während des Zweiten Weltkriegs versteckt hatte, erkundet wurden, erfolgte eine interessante Einführung in das Leben des jüdischen Mädchens aus Frankfurt am Main, dessen Tagebuch bis heute erschüttert. „Mit diesem Hintergrundwissen gewappnet, war es beeindruckend und beklemmend zugleich, sich vorzustellen, dass man Räumlichkeiten betrat, in denen sich Menschen über zwei Jahre verstecken mussten, um dann letztlich doch noch von den Nazis gefunden und getötet zu werden“, sagte Haumer.

Der Schüler Maurice (17) sagte dazu: „Ich fand es am eindrücklichsten, den Bücherschrank im Anne-Frank-Haus zu sehen. Dahinter haben sich acht Leute mehrere Jahre versteckt und gelebt. Das kann man sich sonst nur schwer vorstellen.“ Neben dem Besuch der historischen Stätten stand für viele Schüler vor allem das persönliche Schicksal der Familie Frank im Fokus. Sharona (18) erzählte: „Mich hat die Geschichte des Vaters Otto Frank berührt. Dass er die Tagebücher seiner Tochter noch veröffentlicht hat und gemerkt hat, dass er sie eigentlich gar nicht kannte.“

Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter in die Portugiesische Synagoge. Das Gebäude, das im 17. Jahrhundert gebaut wurde, war zum damaligen Zeitpunkt das größte jüdische Gotteshaus der Welt, und es wird noch immer genutzt. Dank des Audioguides erschlossen sich dem Betrachter viele bauliche und kulturelle Besonderheiten, und so bildete die Erkundung der Synagoge den gelungenen Abschluss eines aufregenden Tages in Amsterdam.

Danach wurde die Heimreise in Richtung Emmerich angetreten, bei der die Schüler ein durchweg positives Resümee zogen. So meinte Bridget (18): „Ich persönlich finde, dass die durch diese Schülerfahrt erworbene Eindrücke und Erfahrungen gezeigt haben, wie wichtig es ist, nicht zu vergessen.“

Im PAN bereiteten die Schüler die Tagesfahrt nach Amsterdam und das dortige Programm vor. Foto: provat

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