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Informierten über die Maßnahmen: (v.l.) Max Freiherr von Elverfeldt-Ulm und Förster Frank Koch vom Forstbetrieb Kalbeck.NN-Foto: Thomas Langer
11. März 2026 · Thomas Langer · Goch

Baumfällungen am Campingplatz in Goch

Forstbetrieb Kalbeck führt ab 16. März Verkehrssicherungsmaßnahmen durch

GOCH. Weil die Bäume gegenüber des Campingplatzes „Im Erlengrund“ in Goch in den letzten Jahren stark gelitten haben, führt der Forstbetrieb Kalbeck ab Montag, 16. März, Maßnahmen zur Verkehrssicherung durch. Die Arbeiten sollen etwa eine Woche dauern.

Rund 100 Bäume müssen auf der Hangseite der Straße Am Gocher Berg gegenüber des Campingplatzes weichen, ehe sie auf die Straße und das dahinter liegende Campinggrundstück zu fallen drohen.

Förster Frank Koch zeigt auf die trockenen, hellen Stellen in den Kronen, die bereits ihren Zustand verraten. „Die Stieleichen sind teils bereits abgestorben“, sagt er. Die trockenen Jahre 2019, 2020 und 2021 hätten bereits zahlreichen Fichten Probleme beschert. Langsam, aber sicher würden sich die Schäden nun auch bei den eigentlich robusten Eichen zeigen.

Von den Maßnahmen betroffen ist die vordere Baumreihe. „Ich würde es lieber anders lösen und für eine vernünftige Bewirtschaftung mehr mit dem Totholz arbeiten“, gibt Frank Koch zu. Doch aus Sicherheitsgründen sei nun ein anderes Vorgehen gefragt.

Für die entsprechende Arbeitssicherheit kommt für die Fällungen ein 28 Meter hoher Fällkran zum Einsatz. Nachpflanzungen soll es zwar nicht geben, dafür werden die Bäume etwa auf einem halben bis einem Meter Höhe abgetrennt. Die Hoffnung dahinter: Die Natur regelt die Sache im besten Fall selbst. „Einige Bäume schlagen vielleicht wieder aus“, sagt Frank Koch. Eventuell seien die Wurzeln noch intakt genug, um den Stockausschlag mit Wasser zu versorgen.

Das Holz soll danach einerseits ins Sägewerk, andererseits aber auch energetisch genutzt oder im Wald liegend bleiben. Die Kosten trägt der Forstbetrieb selbst. Max Freiherr von Elverfeldt-Ulm spricht von rund 6.000 Euro – der Holzerlös bereits abgezogen. Hierbei sei ohnehin nicht viel zu erwarten: „Der Holzerlös deckt den Aufwand in keinster Weise. Es handelt sich eher um einen Dienst an der Gesellschaft“, sagt Elverfeldt-Ulm.

Ob aber der Ansatz, dass der Grundstückseigentümer an einer öffentlichen Straße für eine solche Verkehrssicherungsmaßnahme zahlt, gerecht sei, werde in der Politik diskutiert, berichtet er. „Das ist eine Frage, die man stellen kann.“ Immerhin sei in diesem Fall der Klimawandel als Ursache für die Maßnahme von allen Menschen mitverschuldet, argumentiert Elverfeldt-Ulm.

Die Straße „Am Gocher Berg“ bleibt während der Arbeiten für etwa eine Woche gesperrt.

Thomas Langer

Informierten über die Maßnahmen: (v.l.) Max Freiherr von Elverfeldt-Ulm und Förster Frank Koch vom Forstbetrieb Kalbeck. NN-Foto: Thomas Langer

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