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Die Preisträger des diesjährigen Westenergie Klimaschutzpreises. Die Pfadfinder des DPSG-Rheurdt und Claudia Koschare sowie Theo Barz vom Verein für Gartenkultur und Heimatpflege.Foto: Gemeinde Rheurdt
16. November 2023 · Jacqueline Kurschatke · Rheurdt

Auszeichnung für zwei Vereine

Pfadfinder und VfGuH freuen sich über den Westenergie Klimaschutzpreis 2023 in Rheurdt

RHEURDT. Schon seit 1995 existiert der Klimaschutzpreis von Westenergie. Etwa 8.000 Projekte konnten bereits ausgezeichnet werden. Die Menschen dahinter: Meist ganz normale Bürger oder Vereine, die einen positiven Beitrag zur Umwelt liefern möchten, und sich kreativ für die Aufklärung zum Klimaschutz einsetzen. In diesem Jahr geht der erste Platz in Rheurdt an den Pfadfinder Stamm St. Nikolaus, der zweite Preis an den Verein für Heimat- und Gartenpflege.

Bürgermeister Dirk Katelaers ist stolz: „Ich freue mich, dass Klima- und Umweltschutz in jedem Alter eine immer wichtigere Rolle einnimmt und sich unsere Bürger dafür einsetzen. Außerdem danke ich Westenergie für die Bereitstellung des Preises, um das Engagement in unserer Gemeinde zu fördern.“

Klima- und Umweltschutz für jedes Alter. Das konnten die Preisträger mit ihren Projekten definitiv erfüllen. Bei den Pfadfindern stand alles „Unter Strom“. Von den jüngsten Kindern, den Wölflingen, bis zu den ältesten, den Rovern, brachten alle ihre Ideen mit ein, um das Jahr mit spannenden Aktivitäten zu füllen. „Wir haben gemeinsam auf unserem Vereinsgelände 40 Bäume gepflanzt“, berichten die Leiterinnen der Pfandfindergruppe, „außerdem haben wir uns viel mit dem Thema Nachhaltigkeit und Strom beschäftigt. Insbesondere damit, Strom einzusparen. Beispielsweise gab es ein sogenanntes Klimafasten. Dieses beinhaltete jede Woche eine andere Aufgabe. Weniger fernsehen, nicht unnötig lange das Wasser laufen lassen oder das Licht in Räumen ausmachen, in denen man sich gerade nicht befindet.“ Die Kinder hätten die Aufgaben sehr positiv und interessiert aufgenommen. Das wiederum habe die Eltern überrascht: „Wir waren verblüfft, als die Kinder anfingen, uns detektivisch darauf aufmerksam zu machen, wenn wir die Aufgaben nicht so erledigt haben, wie wir es eigentlich sollten. Sie hatten viel Spaß an der Umsetzung.“

Auf die Frage, wie sich das Bewusstsein der Kinder in Bezug auf das Thema Klimaschutz verändert habe, antwortet die Pfadfinderleiterin Regine Luge: „Uns ist aufgefallen, dass die Kinder von Anfang an viel zu dem Thema wussten. Das Bewusstsein, was Energiequellen sind, und wieso man die Umwelt schützen muss, ist bei allen nur noch mehr gestiegen. Vor allem an Projekten wie dem Bau von Stromkreisen haben sie sich gerne beteiligt.“

Eine weitere Errungenschaft war die Anschaffung einer Solarzelle für das Vereinshaus. Dafür pflanzten die Kinder frisches Gemüse an, welches auf dem Naturmarkt abgegeben wurde. Mithilfe der daraus resultierenden Spenden wurde die Finanzierung der Solaranlage möglich gemacht. Für ihren Einsatz zur Bildung und Aufklärung erhielten die Pfadfinder aus Rheurdt ein Preisgeld von 700 Euro.

Claudia Koschare vom Verein für Heimat- und Gartenpflege konnte mit dem „Generationsgarten“ punkten. Dieser ermöglicht es jedem Interessierten, eigene Pflanzen zu säen und beim Gedeihen zu beobachten. „Ich danke unserem Verein für die Hilfe bei der Umsetzung dieses Projekts. Insbesondere ohne Theo Barz, unserem Kassierer, wäre das nicht möglich gewesen“, betont Koschare. Durch einen Fernsehbeitrag über einen Generationsgarten in Köln war sie auf die Idee gekommen. „Der Garten ist für jedermann. Es ist egal, ob jemand körperlich oder geistig eingeschränkt ist, einen Migrationshintergrund oder altersbedingte Schwierigkeiten hat. Die Menschen sollen in den Austausch kommen und sich gegenseitig helfen“, erklärt Claudia Koschare. Besonders durch die Erhöhung von Lebensmittelpreisen bei Obst und Gemüse sei bei vielen der Wunsch aufgekommen, selbst anzubauen. „Wer vielleicht keinen Garten hat, kann seine Pflanzen ebenfalls im Generationsgarten wachsen lassen.“ Rollstuhl-freundliche Hochbeete und das Konzept „Menschen geben ihr Wissen untereinander weiter“, machen den Generationsgarten zu einem Projekt, der nicht nur den Umweltschutz, sondern auch die Inklusion in der Gemeinde Rheurdt und Schaephuysen vorantreibt. Dafür erhielten Claudia Koschare und ihr Verein den zweiten Preis und ein Preisgeld von 300 Euro.

Jacqueline Kurschatke

Die Preisträger des diesjährigen Westenergie Klimaschutzpreises. Die Pfadfinder des DPSG-Rheurdt und Claudia Koschare sowie Theo Barz vom Verein für Gartenkultur und Heimatpflege.Foto: Gemeinde Rheurdt

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