Ausstellung im Museum Goch: Synästhetische Bildsprache trifft KI
Johanna Reich zeigt „Lumëndra – Der Ursprung der Zeichen“ im Museum Goch
Johanna Reich (*1977 Minden) lebt und arbeitet in Köln. Sie studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Münster, der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und der Kunsthochschule für Medien Köln und nahm an Austausch- und Artist-in-Residence-Programmen in den USA, Israel, Spanien, Luxemburg und Rumänien teil. Sie erhielt nationale und internationale Preise und Stipendien wie den Nam June Paik Award, den Excellence Prize des Japan Media Arts Festival Tokyo, den Medienkunstpreis NRW und den Konrad-von-Soest-Preis. Von 2020 bis 2022 hatte sie eine Gastprofessur an der AdBK München inne.
Das Museum Goch freut sich, eine umfangreiche Einzelausstellung der Kölner Künstlerin Johanna Reich zu präsentieren. Bereits 2016 und 2018 waren Werke der Künstlerin in Gruppenausstellungen im Museum Goch zu sehen. Johanna Reich beschäftigt sich in ihrer Arbeit intensiv mit der rasant voranschreitenden Digitalisierung. Häufig verbindet sie Malerei, Performance, Fotografie und Film zu installativen Werken. So schuf sie auch für einen Ausstellungsraum in Goch eine installative Arbeit, in der sie Gemälde, Beamerarbeiten, Schriftbänder und farbige Strahler zu einem Gesamtwerk verbindet.
Der Titel der Ausstellung „Lumëndra“ entstammt der von Johanna Reich entwickelten Sprache „Hynitha“, die sie auf Basis ihrer Synästhesie und in Kollaboration mit einer KI konstruiert hat. Basierend auf ihren persönlichen Erfahrungen als Synästhetikerin, widmet Johanna Reich sich der Frage, wie sich Bilder in gesprochene und geschriebene Sprache übersetzen lassen und wie sich – im umgekehrten Weg – Sprache in Bilder übersetzen lässt. Diese Überlegungen haben zu einer kreativen Kollaboration mit einer Künstlichen Intelligenz geführt, um eine ganz eigene, neuartige Sprache der Bilder zu entwickeln. Die Ausstellung eröffnet Einblicke in diese Welt und lädt dazu ein, über Kommunikation, Sprache und ihre Wirkung nachzudenken.