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Die vorläufige Sperrzone des Geflügelpestausbruchs in Goch. Karte: Kreis Kleve
23. Januar 2026 Von NN-Online · Goch

Ausbruch der Geflügelpest in einem Betrieb in Goch

Auch Teile des südlichen Kreisgebiets liegen in einer Überwachungszone

GOCH. In einer gewerblichen Putenhaltung in Goch wurde ein neuer Ausbruch von Geflügelpest bestätigt. Die Tiere mussten mit schwerwiegenden Symptomen getötet werden, nachdem der Bestand zuvor als „laborbestätigter Verdachtsfall“ eingestuft worden war.

Die Geflügelpest (H5N1) ist eine hochansteckende Viruserkrankung, deren Ausbruch innerhalb kürzester Zeit großes Tierleid verursacht und oft tödlich endet. Dies verursacht auch immense wirtschaftliche Folgen für die Geflügelbetriebe.

Im Vorgriff auf die zu erwartende offizielle Bestätigung durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) als nationales Referenzlabor hat der Kreis Kleve am Freitag, 23. Januar, eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab Samstag, 24. Januar, in Kraft tritt. Diese ist auf www.kreis-kleve.de/bekanntmachungen unter der laufenden Nummer „Geflügelpest 2026-006“ zu finden. Zur Eindämmung der Übertragungsgefahr wurde um den betroffenen Betrieb eine vorläufige Sperrzone errichtet. Sollte das FLI das Ausbruchsgeschehen bestätigen, wandelt der Kreis Kleve die „vorläufige Sperrzone“ umgehend in „eine feste Schutzzone und eine feste Überwachungszone“ um. Neben der allgemeinen Stallpflicht im gesamten Kreisgebiet gelten in der vorläufigen Sperrzone zusätzliche Maßnahmen. So dürfen beispielsweise gehaltene Vögel weder in einen tierhaltenden Betrieb hinein- noch hinausgebracht werden. Gleiches gilt für Erzeugnisse, das Fleisch geschlachteter Tiere oder Futtermittel, die das Virus tragen könnten.

Daneben liegen Teile des südlichen Kreisgebiets in der Überwachungszone eines laborbestätigten Geflügelpestausbruchs im niederländischen Lottum. Auch zu diesem Ausbruchsgeschehen hat der Kreis Kleve am Donnerstag, 22. Januar, eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab Freitag, 23. Januar, in Kraft tritt (Geflügelpest 2026-005).

Wenn in einem Geflügelbestand ernst zu nehmende Anzeichen für Geflügelpest auftreten, müssen die Behörden sehr schnell handeln. Die Krankheit kann sich innerhalb kurzer Zeit stark ausbreiten und auch andere Betriebe gefährden. In bestimmten Situationen ist es notwendig, die Tiere bereits im so genannten „Verdachtsfall“ zu töten.

Ein solcher „Verdachtsfall“ liegt vor, wenn Tiere typische Symptome zeigen und/oder ein erster Laborbefund ebenfalls bereits vorliegt und lediglich die finale Bestätigung durch das bundesweite Referenzlabor (FLI) noch aussteht. Die Tötung geschieht folglich nicht leichtfertig. Diese Präventivmaßnahme soll verhindern, dass sich ein möglicher Ausbruch weiterverbreitet und dadurch noch mehr Tiere leiden oder sterben. Betroffene Tiere leiden in der Regel unter schwerer Atemnot, inneren Blutungen und können kaum noch stehen. Die „Präventivtötung bei Verdacht“ soll eben dieses massive Leiden verhindern.

Der Kreis Kleve hat für Fragen rund um die Geflügelpest eine Telefon-Hotline eingerichtet. Diese ist unter 02821/85-99451 zu erreichen – montags bis donnerstags 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12.30 Uhr. Eine Auflistung aller bestätigen Ausbrüche, Informationen zu getroffenen Maßnahmen und Antragsformulare für Ausnahmegenehmigungen hat der Kreis Kleve online unter www.kreis-kleve.de/geflügelpest zusammengestellt. Zudem finden sich auf der Homepage unter „Aktuelle Themen ‒ Geflügelpest“ auch Informationen zur Jagdausübung in Zeiten erhöhter Geflügelpestgefahr. Hier stehen außerdem Online- Formulare für die Meldung toter Vögel sowie von Verstößen gegen die Stallpflicht zur Verfügung. Die Auflistung der entsprechenden Allgemeinverfügungen gibt es auch unter www.kreis-kleve.de/Bekanntmachungen.

Die Überwachungszone auf dem Gebiet des Kreises Kleve für den Geflügelpestausbruch im niederländischen Lottum. Grafik: Kreis Kleve

Die Überwachungszone auf dem Gebiet des Kreises Kleve für den Geflügelpestausbruch im niederländischen Lottum. Grafik: Kreis Kleve

Die vorläufige Sperrzone des Geflügelpestausbruchs in Goch. Karte: Kreis Kleve

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