Alte Kirche in Herongen durch Weihbischof profaniert
Förderverein wird dem Gebäude eine neuen Nutzung zuführen
Nach der Eucharistiefeier fand die eigentliche Profanierung der Kirche statt. Dabei wird die Kirche aus der Nutzung als Gottesdienstraum herausgenommen. In Herongen handelt es sich um ein Baudenkmal, das allenfalls sehr behutsam verändert werden darf.
Ein Abriss oder eine Stilllegung ist nicht vorgesehen, wohl aber eine Nutzung, die die Menschen im Ort und darüber hinaus zu kulturellen Veranstaltungen verschiedener Art einlädt.
Bei der Profanierung wurde zunächst die Profanierungsurkunde verlesen, die vom Bischof von Münster, Felix Genn, unterzeichnet ist. Dann wurde der Reliquienstein aus dem Altar entnommen. In einer längerer Litanei wurde der Dank für die Menschen ausgedrückt, die in dieser Kirche zum Lobe Gottes gebetet und gesungen und die Sakramente empfangen haben. Schließlich wurde aus dem Tabernakel der Kelch mit dem Allerheiligsten entnommen. Mit dem Allerheiligsten, der heiligen Eucharistie, hielt die Gemeinde die Prozession zur neuen Kirche, wo der Abschluss gebetet wurde und der Weihbischof den Segen spendete.
Im Anschluss an diese bewegende Feier ließen sich viele Gemeindemitglieder ins benachbarte Pfarrheim einladen. Dort wurde ausgiebig die Gelegenheit genutzt, mit dem Weihbischof ins Gespräch zu kommen und sich bei Getränken und einer kräftigenden Suppe zu stärken.