„Alles läuft auf Hochtouren“
In Emmerich und Rees sind zahlreiche Bauprojekte in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung
Bauprojekte in Emmerich
Das aktuell größte Bauprojekt der Stadt ist der Schulneubau am Brink. „Es schreitet gut voran“, berichtet Stadtpressesprecher Tim Terhorst. In den ersten Klassenräumen ist der Boden bereits verlegt, im Anschluss starten die Malerarbeiten. „Es sieht gut aus, dass zum Start des neuen Schuljahres die Klassenräume und das Lehrerzimmer bezogen werden können“, sagt Terhorst. Bis September sollen dann auch die Arbeiten an der Mensa und dem Jugendcafé abgeschlossen sein. Zum Schluss folgen die Außenanlagen samt Schulhof. Wichtig für die Stadt: Nicht nur zeitlich, „auch preislich sind wir noch im Rahmen“, sagt Terhorst. Die Gesamtkosten liegen bei rund 19,5 Millionen Euro.
Sichtbare Baufortschritte gibt es auch am Neumarkt, nicht nur am Hochbau. Im Herbst dürfte der neue Edeka-Markt eröffnen, bis dahin muss die Stadt auch die Parkplätze fertigstellen. Die Arbeiten am Neuen Steinweg laufen ebenfalls. Letzter Schritt der Platzgestaltung wird dann der „neue“ Neumarkt mit Baumkarree und Wasserspiel sein.
Wie der Neumarkt, so ist auch das ehemalige Kasernengelände kein städtisches Projekt, dennoch von großer Bedeutung für ganz Emmerich. Im Medizinischen Zentrum sollen im Laufe des Sommers die ersten Ärzte einziehen. „Wir sind froh, dass es gelungen ist, ein solches Ärztehaus innenstadtnah zu realisieren“, sagt Terhorst und ergänzt: „Auch die weiteren Komponenten wie Wohn- und Gewerbegebiet entwickeln sich sehr gut.“ Am Steintor entsteht aktuell der neue Standort der Feuerwache, „für das weitere Gelände gibt es allerdings keine neuen Entwicklungen“, sagt Terhorst.
In Sachen Neugestaltung von Geistmarkt, Rathausvorplatz und Kleiner Löwe bringen die Planer derzeit die Wettbewerbsideen in eine umsatzfähige Planung. Der Ausbau der Betuwe ist „das über allem schwebende Großprojekt“, sagt Emmerichs Pressesprecher, „da harren wir der Dinge, die da kommen.“
Bauprojekte in Rees
In den Rees bestimmen zwar zahlreiche Wohnbauprojekte das Bild, daneben gibt es aber beispielsweise den Neubau des Krematoriums am Grüttweg. „Der läuft auf Hochtouren“, sagt Stadtpressesprecher Jörn Franken. In der vergangenen Woche wurde der rund 15 Tonnen schwere Ofen angeliefert und eingesetzt. Trotz eines kleinen Verzugs sei man einigermaßen im Zeitplan und sollten die Arbeiten im Sommer abgeschlossen sein.
Die Arbeiten rund um die Turnhallen der Realschule liegen derweil in den letzten Zügen. Der Bestand von zwei Hallen wurde saniert, eine dritte Einfach-Turnhalle sowie ein Geräteraum angebaut und auch der Sanitärtrakt komplett neu errichtet. Nach den Sommerferien soll die Eröffnung erfolgen.
Der Neubau wurde nicht zuletzt notwendig, da die Turnhalle an der Alten Grundschule im Zuge des Wohnbauprojektes derzeit abgerissen wird. Im Bereich altes Amtsgericht steht laut Franken die Fertigstellung an, die alte Grundschule wird saniert. Insgesamt entstehen 65 Wohneinheiten. „Fast alle sind bereits vermietet“, hat Franken erfahren, „das zeigt: Der alte Charme des Gebäudes kommt an.“ Bemerkenswert sei auch die schnelle Umsetzung des Projektes.
Etwas anders sieht es beim Stadtgarten-Quartier am Delltor aus. „Da sind wir leider zurückgeworfen worden“, berichtet Franken. Aufgrund der gestiegenen Kosten auf dem Bausektor müssen die Investoren das Großprojekt auf dem ehemaligen Niag-Gelände neu kalkulieren. Hinzu kommt, dass nach dem Tod von Projektplaner Paul Lütkenhaus im vergangenen Jahr seine Erben das Projekt auf dem Post-Gelände zwar fortführen wollen, die acht Firmen, die Lütkenhaus hinterlassen hat, zunächst aber neu strukturieren müssen. „Wir sind fast wöchentlich im Austausch, denn das Projekt soll weiterhin realisiert werden“, betont Franken. Für das Projekt „Flora-Park“, bei dem drei Stadthäuser mit 33 Wohnungen an der Florastraße und der Straße Vor dem Falltor entstehen sollen, liegt die Baugenehmigung vor, nun läuft die Ausschreibung. Auch hier hat eine erforderliche Neukalkulation aufgrund gestiegener Baukosten für eine Verzögerung gesorgt. Das Wohnbauprojekt ehemalige Sektkellerei Gut Friedberg mit 20 Einfamilienhäusern und 44 Doppelhaushälften wird derzeit überplant. Am Rückenbuschfeld in Millingen sind alle Flächen verkauft, die Stadt hat sogar noch eine Erweiterungsfläche erworben, die nun entwickelt wird. Für den geplanten Neubau des Freibades läuft das europaweite Vergabeverfahren. Für den Ferienpark Reeser Meer hat die Marissa GmbH am Wahrsmannshof ein Büro bezogen; zur Prüfung der Bodenverhältnisse laufen bereits erste Bohrungen.
Michael Bühs
Die Arbeiten am Brink-Gebäude der Emmericher Gesamtschule schreiten voran. Nach den Sommerferien sollen die Schüler einziehen
können. Foto: Stadt Emmerich
Es geht voran an der Baustelle des neuen viergruppigen Kindergartens der Wiesenhüpfer am Grüttweg in Rees. Als Dank für die zügige Realisierung bewirteten einige Kinder samt Erzieherinnenteam und Einrichtungsleiterin Sabine Heynen jetzt einige Handwerker an der Baustelle mit Kaffee, Kuchen und Gebäck. Auch Bürgermeister Christoph Gerwers schloss sich den Dankesworten an. Der neue Kindergarten am Grüttweg wird für 1,2 Millionen Euro von der Stadtentwicklungsgesellschaft sowie dem Bäderbetrieb der Stadt Rees errichtet. Derzeit werden die Putzarbeiten durchgeführt. Die vollständige Fertigstellung des Kindergartens Wiesenhüpfer ist bis Ende Oktober zu erwarten.NN-Foto: Rüdiger Dehnen