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6. August 2026 · Jacqueline Kurschatke · Niederlande

Aktuelle Entwicklungen des Brandgeschehens in der Provinz Limburg

Update Donnerstag 14.30 Uhr: Der Brand ist unter Kontrolle

NIEDERLANDE. Am vergangenen Montag (3. August) ist aus bisher ungeklärten Gründen im Naturschutzgebiet Boschhuizerbergen in Oostrum (Gemeinde Venray) ein Großbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr der Provinz Limburg kämpft auf Hochtouren mit mehr als 300 Einsatzkräften gegen die Flammen, auch Feuerwehren aus Belgien kamen am Mittwoch zur Hilfe. Behörden warnen davor sich nah am Naturschutzgebiet aufzuhalten. Teilweise war der Brandrauch im Kreis Kleve sichtbar.

Fast 100 Hektar Wald seien laut Medienberichten abgebrannt. Michiel Uitdehaag, der Bürgermeister der Gemeinde Venray erließ am Dienstag eine Notfallverordnung. Demnach ist es untersagt den ausgewiesenen Brandbereich zu betreten. Zudem dürfen keine Drohnen über dem Brand starten und Anwohner sollen sich möglichst drinnen aufhalten sowie Fenster und Türen geschlossen halten. Das Gebiet wurde außerdem großflächig evakuiert. In einem Statement betonte Uitdehaag „Viel Natur ist verloren gegangen, und in der unmittelbaren Umgebung, in Brabant und in Gelderland, können die Bewohner den Rauch riechen. Wir wissen, dass dies vielen Menschen Unannehmlichkeiten bereitet. Das ist sehr ärgerlich, und wir tun alles, um das Feuer so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen. Dieses Feuer zu bekämpfen ist äußerst schwierig. Das Feuer wütet in einem schwer zugänglichen Gebiet, es ist schon lange trocken und der Wind ist unberechenbar.“

Am Mittwoch schien das Feuer zunächst weitestgehend unter Kontrolle zu sein. Die Feuerwehr stufte den Brand auf Kategorie zwei herunter (GRIP 2). Das Bedeutet, dass die Rettungsdienste nicht nur das Feuer bekämpfen, sondern auch regional zusammenarbeiten, um die Folgen für die Umwelt angemessen zu koordinieren. Die Provinz informiert: „Der Kampf gegen das Waldfeuer geht unvermindert weiter. Die Feuerwehrhubschrauber bleiben vorerst am Boden. Derzeit gibt es hauptsächlich Bodenfeuer, bei denen Feuer unter oder nahe dem Waldboden glimt. Das Kronfeuer, bei dem sich das Feuer durch die Baumwipfel ausbreitet, ist fast verschwunden.“ Es unterstützten ebenfalls die Feuerwehren aus Utrecht und IJsselland.

Gegen 20 Uhr am Mittwochabend wurde der Krisenstatus schließlich aufgehoben. Vonseiten der Sicherheitsregion Limburg hieß es: „Wir kehren langsam zu einer normalen Situation zurück, ohne Feuer auf dem Boschhuizerbergen. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Feuer schon gelöscht ist. Rettungsdienste arbeiten nun bei Bedarf aus eigener Organisation zusammen, aber es gibt keine formale GRIP-Struktur mehr.“ Nur wenige Stunden später wurden neue Brände gesichtet, die bis in die Nacht zu Donnerstag an verschiedenen Stellen im Naturschutzgebiet gelöscht werden mussten.

Bis zum Donnerstagnachmittag (stand 14.30 Uhr) konnten die Brände schließlich vollständig unter Kontrolle gebracht werden. Auch um einen erneut entfachten Brand im Naturschutzgebiet an der Maasheseweg vom Morgen wurde sich bereits gekümmert. Die Feuerwehr entsandte sofort mehrere Einheiten, um eine weitere Expansion zu verhindern. Bürgermeister Michiel Uitdehaag erneuerte die Notfallverordnung von Dienstag jedoch ein weiteres Mal. Der Grund: „Im Boden kann es noch glimmende Stellen geben. Außerdem können Bäume und Äste im betroffenen Bereich beschädigt oder instabil sein. Deshalb bleibt ein Teil des Naturschutzgebiets geschlossen. Der geschlossene Bereich ist kleiner als bei der vorherigen Notfallverordnung. Inspektionen, Kontrollen und andere Arbeiten finden weiterhin in der Gegend statt. Es ist verboten, den geschlossenen Bereich zu betreten. Ein Verstoß gegen die Notfallverordnung ist strafbar.“

Weitere Informationen zu den Nachwirkungen des Waldbrands, zur neuen Notfallverordnung und zur Karte des gesperrten Gebiets finden Bürger unter: www.venray.nl/brand-boschhuizerbergen.

Foto: Freepik/ KI generiert

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