ACI reagiert auf rechtsextreme Schmiererei in Emmerich
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration betont Bedeutung von Vielfalt und Respekt nach ausländerfeindlichem Vorfall. Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.
EMMERICH. Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI) der Stadt Emmerich hat mit einem Statement auf ein ausländerfeindliches Graffito auf der Fensterscheibe eines Ladenlokals an der Kaßstraße reagiert. „Rechtsextreme und menschenfeindliche Botschaften sind auch in Emmerich sichtbar geworden. Das nehmen wir ernst“, betont der ACI.
Unbekannte hatten mit weißer Farbe den Schriftzug „Refugees Not Welcome“ (übersetzt: „Flüchtlinge nicht willkommen“) auf die Scheibe gesprüht. Daneben die Zahl 88 – in der Neonazi- und rechtsextremen Szene ein Symbol für den verbotenen Hitlergruß „Heil Hitler“, bei dem die Zahl 8 für den achten Buchstaben des Alphabets, das H, steht.
Der ACI will mit seinem Statement nicht diejenigen, „die Hass und Ausgrenzung verbreiten“, in den Mittelpunkt stellen, sondern die eigene Botschaft: „Emmerich steht für Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander. Wir sind unterschiedliche Menschen. Wir haben unterschiedliche Geschichten, Erfahrungen und Ansichten. Aber wir leben gemeinsam in einer Stadt. Hass, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit – egal aus welcher Richtung – dürfen hier keinen Platz finden. Wir sind Emmerich. Wir sind viele. Und Emmerich ist mehr.“
Im Fall der Schmiererei ermittelt der Staatsschutz aufgrund der Kombination aus rassistischer Parole und rechtsextremem Zahlencode.
Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI) der Stadt Emmerich. Foto: privat