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Der Künstler Gunter Demnig verlegt auf der Hochstraße in Aldekerk den Stolperstein zum Gedenken an Wilhelm Bosseljoon.NN-Foto: Theo Leie
1. Februar 2025 Von NN-Online · Kerken

80 Jahre danach – Tage der Erinnerung in Kerken

Organisationsteam lädt bis Mai zu weiteren Veranstaltungen ein

KERKEN. Anlässlich der Veranstaltungsreihe „80 Jahre danach – Tage der Erinnerung“ fanden bereits einige Veranstaltungen in Kerken statt. Beim Neujahrsempfang im Adlersaal in Nieukerk stellten Schülerinnen der zehnten Klasse der Robert-Jungk-Gesamtschule ihre Ausstellung vor, welche unter dem Thema „Opfer des Nationalsozialismus in Kerken“ am 20. Januar eröffnet wurde.

Die Ausstellung ist für Interessierte noch bis zum 20. Februar immer montags und donnerstags von 14.30 bis 16 Uhr geöffnet. Am 24. Januar fand das Theaterstück: „Monolog mit meinem „Asozialen“ Großvater – Ein Häftling in Buchenwald“ in der Robert-Jungk-Gesamtschule in Aldekerk statt. Fragen wie - Was richten Schuld, Scham und Schweigen über Generationen in Familien an? Wie strukturieren Klasse und Herkunft nicht nur das Erinnern, sondern das Leben in der Gesellschaft der Gegenwart? – wurden im Stück behandelt und im Anschluss in einem Publikumsgespräch rege diskutiert.

Nach einem ökumenischen Gottesdienst am 25. Januar in der St. Thomas Kirche in Stenden, fand am vergangenen Sonntag die Stolpersteinverlegung für Wilhelm Bosseljoon durch den Künstler Gunter Demnig auf der Hochstraße 112 in Aldekerk statt. Im Rahmen einer Gedenkstunde wurde der Stolperstein offiziell verlegt. Anschließend hatten alle Interessierten die Möglichkeit in der Aldekerker Heimatstube zusammenzukommen und in einer Ausstellung mehr über das Leben von Wilhelm Bosseljoon zu erfahren. Die Ausstellung in der Heimatstube in Aldekerk ist ebenfalls bis zum 20. Februar zu sehen. Bei Interesse kann ein Besichtigungstermin beim Heimatverein Aldekerk angefragt werden.

Bei einer Andacht in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Aldekerk mit anschließendem Rundgang zu den Stolpersteinen wurde am 27. Januar den Opfern des Nationalsozialismus und der Befreiung von Auschwitz vor 80 Jahren gedacht. Während des Rundgangs hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Kerzen an den Stolpersteinen niederzulegen. „Eine unscheinbare, zehn mal zehn Zentimeter große Messingplatte auf dem Gehweg mit einigen wenigen Angaben: Name, Geburts- und Sterbedatum. Ein Stolperstein. Es sind nicht die Füße, die über diese Steine stolpern, sondern die Köpfe und die Herzen“, so die Worte von Iris Itgenshorst vom Organisationsteam in der Einleitung der Andacht. Am gestrigen Freitag wurden die Einzelschicksale der Familien Kaufmann und Gerson durch Vorträge von René Kaufmann und Paula Malina in der Robert-Jungk-Gesamtschule deutlich. Seit Jahren berichten sie als Zeitzeugen in Vorträgen von der Geschichte ihrer Familie.

In den nächsten Wochen folgen noch weitere Veranstaltungen, zu denen das Organisationsteam herzlich einlädt:

Sonntag, 9. Februar, um 17 Uhr: Konzert mit Klezmer-Musik der Musikgruppe Scherele in der Evangelischen Kirche in Nieukerk

Sonntag, 23. Februar, um 17 Uhr: Lesung mit und für Jugendliche „Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens“ in der Evangelischen Kirche in Nieukerk

Sonntag, 16. März, um 16 Uhr: Lesungen aus dem Buch „Der Krieg geht zu Ende“ im Michael-Buyx-Haus in Nieukerk

Sonntag, 6. April, um 16 Uhr: Vortrag „Aufstieg, Herrschaft und Fall der NSDAP“ im Michael-Buyx-Haus in Nieukerk

Donnerstag, 8. Mai, um 18 Uhr: Demonstration „Kerken steht zusammen“ in Nieukerk

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und kurzfristige Zusatztermine unter www.kerken.de.

80 Jahre danach – Tage der Erinnerung in Kerken
Blumen wurden am neu verlegten Stolperstein niedergelegt. NN-Foto: Theo Leie

Blumen wurden am neu verlegten Stolperstein niedergelegt. NN-Foto: Theo Leie Foto: Theo Leie NiederheinNachrichten

Der Künstler Gunter Demnig verlegt auf der Hochstraße in Aldekerk den Stolperstein zum Gedenken an Wilhelm Bosseljoon. NN-Foto: Theo Leie

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