80 Feuerwehrkräfte aus dem Kreis Kleve proben Ernstfall
Austritt von Gefahrgut bei Kao Chemicals in Emmerich simuliert
EMMERICH. Kürzlich übten über 80 Feuerwehrkräfte aus dem Kreis Kleve zusammen mit Mitarbeitern der Firma Kao Chemicals die Zusammenarbeit bei einer größeren Übungslage.
In dem fiktiven Szenario gab es einen Gefahrgutaustritt an einem LKW auf dem Betriebsgelände. Als ersteintreffende Kräfte führte die Feuerwehr der Stadt Emmerich am Rhein unmittelbar die ersten Maßnahmen durch. Da es sich hierbei um eine so genannte „ABC-Lage“ handelte (atomar, biologisch, chemisch), griffen mehrere Einsatzkonzepte des Kreises Kleve. Entsprechend waren unterschiedliche Einheiten beteiligt: „Messzug“ (aufgestellt durch die Feuerwehren Bedburg-Hau, Goch, Kalkar, Kleve, Uedem und Wachtendonk), „ABC-Zug“ (aufgestellt durch die Feuerwehren Goch und Rheurdt) und „Einheit zur Personal-Dekontamination“ (aufgestellt durch die Feuerwehr Rees). Zudem waren der Einsatzleitwagen (ELW2) des Kreises Kleve, der Abrollbehälter Atemschutz und der Gerätewagen Logistik des Kreises Kleve im Einsatz.
Während der Übung wurde neben den Gefahrenabwehrmaßnahmen insbesondere auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten und Konzepte geübt. Hierbei lag der Fokus auch auf der Kommunikation zwischen dem Notfallmanagement Kao Chemicals und den Gefahrenabwehrkräften. Eine weitere Herausforderung war die sogenannte „Raumordnung“ der 21 beteiligten Fahrzeuge an der Einsatzstelle.
In einer anschließenden Nachbesprechung haben die beteiligten Einheiten ihre Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Ideen zur Verbesserung diskutiert. Die Geschäftsführung der Kao Chemicals und der stellvertretende Kreisbrandmeister des Kreises Kleve, Ronni Schoofs zogen ein durchweg positives Fazit zu einer gelungenen und bei bestem Wetter durchgeführten Übung.