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Rad zu vermieten: Landrat Christoph Gerwers, Martina Baumgärtner, Kathrin Peters und Corinna Strunk (v. l. n. r.) werben für das NiderrheinRad. NN-Foto: Rüdiger Dehnen
18. Juli 2025 · Heiner Frost · Niederrhein

450 Räder im Mietradpool

Das „NiederrheinRad“ ist jetzt über die App „MOQO“ buchbar

NIEDERRHEIN. Nicht jeder Niederrhein-Tourist reist mit eigenem Rad an. Wer trotzdem auf zwei Rädern unterwegs sein möchte, nutzt das NiederrheinRad. Die Räder sind an festgelegten Stationen zu mieten: Zehn Euro kostet das „Bio-Bike“ pro 24 Stunden, 15 Euro das E-Bike.

Christoph Gerwers, Landrat des Kreises Kleve, sieht es so: „Räder gehören zum Niederrhein wie die rotbunten Kühe.“ Und da das so ist, bemüht man sich gerade um die Einstufung als fahrradfreundlicher Kreis. Gerwers: „Das bezieht sich allerdings auf das Rad im alltäglichen Gebrauch. Beim NiederrheinRad geht es ja in erster Linie um den touristischen Effekt.“

Seit drei Monaten ist der Kreis mit seinen NiederrheinRädern jetzt an die MOQO-App angeschlossen. Gerwers: „Es existieren bereits circa 750 Kundenkonten und es haben mehr als 1.000 Ausleihen stattgefunden.“ Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin von ‚Niederrhein Tourismus‘: „Die digitalisierte Version des beliebten Verleihsystems kommt sehr gut an in der Region, sowohl bei Besucherinnen und Besuchern als auch bei den Menschen vor Ort.“

Wer die App installiert und ein Kundenkonto angelegt hat, kann sofort sehen, ob und wo ein Rad zur Verfügung steht oder sich für einen bestimmten Termin ein Rad buchen. 400 „Bio-Bikes“ und 50 E-Bikes stehen zur Verfügung. Wer ein Rad gebucht hat, begibt sich zu einer der Stationen (etwa in den elaya Hotels in Kleve und Kevelaer, am Schloss Walbeck, bei der Grenzland-Draisine in Kranenburg oder an der Tourist-Info in Rees), nimmt das Rad mit und kann es gegebenenfalls auch an einer anderen Station wieder abgeben. Und damit das Prozedere nicht allzu umständlich ist, besteht die Möglichkeit, über einen Account mehrere Räder zu mieten.

Alle Räder sind mittlerweile auch mit einem Alarmsystem versehen. Wer also unbefugt ein NiederrheinRad „mitnehmen“ möchte, wird durch den lauten Alarm verschreckt. Die Räder sind außerdem mit GPS-Funktion ausgestattet, so dass man ein „verloren gegangenes“ Rad auch orten kann. Kathrin Peters hat das Digitalisierungsprojekt koordiniert und begleitet. „Wir haben uns ganz bewusst für die MOQO-App entschieden, weil wir unseren Kunden keine Insellösung anbieten möchten.“ Über die MOQO-App lassen sich andernorts auch PKW mieten.

Wer ein Rad mietet, nimmt es vor Beginn der Fahrt in Augenschein. Peters: „Sollten Schäden vorhanden sein, können die Nutzer diese vor Antritt der Fahrt fotografieren und melden.“ Kleine Kratzer seien, so Peters, Gebrauchsspuren, mit denen zu rechnen sei und die auch nicht ins Gewicht fielen. Die Laufräder des NiederrheinRades sind übrigens nicht luftbefüllt, sondern mit einer Art Schaumstoffmasse. Dadurch werde der ‚Plattfuß‘ vermieden. Für die Rückführung eines Rades, das beispielsweise in Kleve gemietet, aber in Geldern abgegeben wird, ist ein Dienstleister zuständig. „Und wenn Sie beispielsweise an der Klever Station ‚elaya hotel‘ ein Rad mieten möchten, dann ist das natürlich auch möglich, wenn Sie dort nicht Gast sind“, erklärt Peters.

Kosten des Projektes: 128.000 Euro, von denen 45.000 Euro selbst zu leisten waren. Der Rest wurde über den Bund finanziert.

Die Handlungsanweisungen in Sachen Fahrradbuchung sind also vergleichsweise simpel: Kundenkonto anlegen, Zahlungsmittel hinterlegen, NiederrheinRad am gewünschten Standort auswählen und ... losfahren. Das sollte sich machen lassen.

Rad zu vermieten: Landrat Christoph Gerwers, Martina Baumgärtner, Kathrin Peters und Corinna Strunk (v. l. n. r.) werben für das NiderrheinRad. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

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