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Volles Klassenzimmer im Cluster Medizin: Mehr als 40 Schüler hörten aufmerksam zu, was die vier Professionals über ihren beruflichen Werdegang zu berichten hatten. Foto: Rotary-Club Emmerich-Rees
20. Mai 2025 Von NN-Online · Rees

200 Schüler bei „Meet the Professionals“ in Emmerich

Von Medizin bis MINT: In Diskussionsrunde herausfinden, was begeistert

EMMERICH. 200 Schüler aus Emmerich, Rees und Kleve haben die Möglichkeit genutzt, mehr als 30 Fach- und Führungskräfte zu ihrem beruflichen Werdegang zu befragen. Die Veranstaltung „Meet the Professionals“ findet seit mehr als 30 Jahren am Willibrord-Gymnasium in Emmerich statt und soll Mädchen und Jungen der gymnasialen Oberstufe bei der Berufswahl nach dem Abitur unterstützen.

Klaus Hegel, Geschäftsführer des Niederrheinischen Instituts für Berufsförderung (NIB), begrüßte die Schüler des Willibrord-Gymnasiums sowie der Gesamtschule Emmerich, des Gymnasiums Aspel aus Rees und des Freiherr-von-Stein-Gymnasiums aus Kleve. Gleichzeitig begrüßten Marie-Christine Thesing, verantwortlich für den Berufsdienst beim Rotary-Club Emmerich-Rees, und Katharina Balkmann, Vorsitzende des NIB, mehr als 30 „Professionals“ in der Schul-Cafeteria. Die Veranstaltung ist seit vielen Jahren eine Kooperation des NIB und des Rotary-Clubs Emmerich-Rees.

In diesem Jahr hatten sich die Organisatoren entschieden, das Format zu ändern. Die Idee: moderierte Diskussion statt Frontalvortrag. „Wir wollten, dass die Schülerinnen und Schüler die Chance haben, an nur einem Vormittag möglichst viele Berufe kennenzulernen“, erläutert Thesing. „So haben wir uns dazu entschieden, ähnliche Berufsbilder in Clustern zusammenzufassen.“ Der Vorteil: Die Schüler bekommen eine Vorstellung davon, was verschiedene Berufe unterscheidet, sowohl im Werdegang als auch in der späteren Praxis, und haben dabei die Gelegenheit, in einem Beratungsblock bis zu vier Professionals kennenzulernen.

„Um zwischen allen Beratungsblöcken eine vergleichbare inhaltliche Struktur zu schaffen, war aus unserer Sicht eine zusätzlich Moderatorenrolle wichtig“, ergänzt Balkmann. So bekam nicht nur jedes Cluster einen eigenen Moderator, sondern auch Moderationsfragen zur Orientierung an die Hand. „Eine gute Mischung aus ernsthaften und auflockernden Fragen ist uns wichtig, aber natürlich haben alle Moderatoren die Freiheit, mit dem Gesprächsfluss zu gehen und die Impulse der Professionals direkt aufzunehmen – und natürlich darauf zu achten, dass jeder zu Wort kommt.“

Traditionell liegt der Fokus der Veranstaltung auf akademischen Laufbahnen und den strukturellen Gegebenheiten des deutschen Hochschulsystems, Fragen nach Ausbildungsberufen werden von den Professionals aber gleichermaßen berücksichtigt und mit in die Diskussion einbezogen.

So gingen insgesamt zehn Cluster an den Start. „Bei der Bildung der Cluster haben wir darauf geachtet, dass sowohl die darin zusammengefassten Berufe als auch die Benennung des Clusters für die Schülerinnen und Schüler möglichst leicht verständlich ist“, weiß Hegel. So konnte beispielsweise zwischen Justiz und Verwaltung, MINT sowie Kaufmännisches, Kreatives und Technisches gewählt werden. Am stärksten besucht war das Cluster Medizin. Auf dem Podium: Carsten Moser (Apotheker aus Emmerich), Philipp Rehm (Zahnarzt aus Rees), Karo Isenberg (Oberärztin der Anästhesie am Willibrord-Spital Emmerich) und Sarah Rossa (Psychotherapeutin aus Kleve). Moderiert wurde die Runde von Apothekerin Franziska Moser.

In diesem Cluster blieben keine Fragen mehr offen. „Ich war sehr beeindruckt von dem großen Interesse an den Fachgebieten der Gesundheitsversorgung und den gezielten Nachfragen der jungen Menschen“, sagt Carsten Moser, der auch von der Abkehr des Frontalvortrags im Rahmen der Veranstaltung überzeugt ist: „Das neue Diskussionsformat ist sehr viel lebendiger und führt zu besserer Einbindung der Teilnehmer.“

Auch wenn sich die fachlichen Inhalte zwischen den zehn Clustern teils deutlich unterschieden, die grundsätzliche Botschaft, die die Professionals den Schülern mit auf den Weg gaben, blieb dieselbe: Findet heraus, was euch begeistert, auch wenn es ein noch so ein kleiner Funke ist. Bleibt dran und geht euren Weg, denn nur dieser wird euch schlussendlich glücklich machen können. Und das bereichsübergreifende Feedback zum neuen Format? Durchweg positiv! Im nächsten Jahr setzen die Organisatoren wieder auf die Diskussionsrunden.

Volles Klassenzimmer im Cluster Medizin: Mehr als 40 Schüler hörten aufmerksam zu, was die vier Professionals über ihren beruflichen Werdegang zu berichten hatten. Foto: Rotary-Club Emmerich-Rees

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