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"Roman Straub und Stephan Haupt mit ernsten Mienen, thematisieren 148 Fälle als Alarmzeichen"
16. April 2026 Von NN-Online · Niederrhein

148 Angriffe auf Einsatzkräfte

Freie Demokraten fordern klare Kante gegen Gewalt

KREIS KLEVE. Nach Bekanntwerden von 148 erfassten Fällen von Widerstand und Angriffen auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Kreis Kleve im Jahr 2025 fordern die Freien Demokraten eine Diskussion über konsequente Maßnahmen zum besseren Schutz der Einsatzkräfte. Die Zahl geht aus der Kriminalstatistik des Landes Nordrhein-Westfalen hervor und umfasst sämtliche registrierten Fälle der Deliktgruppe „Widerstand/tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen“. Vor diesem Hintergrund haben die Liberalen eine umfangreiche Anfrage an die Kreisverwaltung gestellt, um die Zahlen detailliert auszuwerten und Präventionsstrategien zu schärfen.

„Diese 148 registrierten Fälle sind keine abstrakte Statistik, sondern ein Alarmzeichen“, erklärt Stephan Haupt, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion. „Wer Menschen angreift, beleidigt oder behindert, die Leben retten und für Sicherheit sorgen, greift unseren Rechtsstaat und das friedliche Zusammenleben direkt an. Das darf in keinem Fall relativiert werden, Übergriffe und Widerstandshandlungen gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sind durch nichts zu entschuldigen.“ Haupt betont, dass es nun um konsequente Analyse und entschlossenes Handeln geht und kündigt an, dass die Freien Demokraten das Gespräch mit allen Akteuren suchen werden, um die Lage umfassend zu beleuchten und gemeinsame Schlussfolgerungen zu ziehen. Ziel sei es, sowohl die Erfahrungen der Einsatzkräfte als auch die Einschätzungen von Verwaltung, Polizei und Fachleuten aus Prävention und Deeskalation zusammenzuführen, um wirksame Ansätze für mehr Sicherheit zu entwickeln. „Wir wollen genau wissen: Gibt es lokale Häufungen dieser Vorfälle, wie schwer sind die Folgen für die Betroffenen, welche Rolle spielen Alkohol- und Drogenmissbrauch? Nur wenn wir die Lage möglichst vollständig kennen, können wir auch auf kommunaler Ebene Maßnahmen ergreifen.“

Aus Sicht der Liberalen ist dabei entscheidend, dass nicht über, sondern mit den Betroffenen gesprochen wird. Die Ergebnisse der Anfrage sollen deshalb ausdrücklich Grundlage für einen intensiven Austausch mit Feuerwehr, Rettungsdiensten, Polizei und ihren Interessenvertretungen sein, um konkrete Verbesserungsvorschläge aus der Praxis aufzunehmen und politisch umzusetzen. Roman Straub, Vorsitzender der Freien Demokraten im Kreis Kleve und Mitglied des Kreistages, rückt in diesem Zusammenhang die Perspektive der Einsatzkräfte in den Mittelpunkt: „Feuerwehrleute, Polizistinnen und Polizisten und die Rettungskräfte sind die buchstäblichen Helden unseres Alltags. Sie helfen und schreiten ein, wenn andere sich in Sicherheit bringen. Sie haben Anspruch auf Respekt, moderne Ausstattung und ein Einsatzumfeld, in dem sie nicht um ihre eigene körperliche Unversehrtheit fürchten müssen. Wir sehen das Problem steigender Gewalt gegen Rettungskräfte, nehmen die Erfahrungen der Einsatzkräfte sehr ernst und werden nicht wegschauen“, verspricht Straub.

Die Anfrage der FDP umfasst unter anderem die Bitte um Aufschlüsselung der 148 Fälle nach Rettungsdienst und Feuerwehr, die Bewertung der Schwere der Verletzungen, bekannte Täter-Motive, die Rolle von Alkohol und Drogen, regionale Schwerpunkte sowie Trends seit 2021. „Unsere Botschaft ist eindeutig: Wir stellen uns klar vor unsere Einsatzkräfte und gegen jede Form von Übergriffen und Gewalt“, fasst Stephan Haupt zusammen. „Wenn sich aus den Antworten und Gesprächen Handlungsbedarf ergibt, werden wir auch auf Kreisebene Ideen einbringen, um im Interesse der Sicherheit derjenigen, die täglich für unsere Sicherheit eintreten, entschlossen zu reagieren.“

Roman Straub und Stephan Haupt sehen die 148 Fälle als Alarmzeichen. Foto: privat

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