14 Schulen gehen bei Schulobst-Programm leer aus
René Schneider fordert Rücknahme von Kürzungen der Landesregierung
In Nordrhein-Westfalen stehen dafür jährlich etwa 5,4 Millionen Euro Förderung der EU zur Verfügung. Hinzu kommt ein Anteil der NRW-Landesregierung. Statt gut 3,6 Millionen Euro im laufenden Jahr plant die Landesregierung aus CDU und Grünen im kommenden Jahr allerdings nur noch einen Zuschuss von gut 3,2 Millionen Euro. „Dieses Minus von 400.000 Euro macht sich bei den Planungen im laufenden Schuljahr negativ bemerkbar“, sagt Schneider.
Im Kreis Wesel hätten sich für das laufende Schuljahr 36 Bildungseinrichtungen auf das Programm beworben. 14 erhielten eine Absage. So geht es aus einer Antwort der NRW-Landesregierung auf eine Frage der SPD-Fraktion hervor. Fünf Schulen, die im vergangenen Schuljahr noch profitierten, flogen dabei aus der Förderung. Betroffen sind die Gemeinschaftsgrundschule Eschenburg in Moers, die Regenbogenschule Möllen in Voerde, die Ernst-Reuter-Schule in Kamp-Lintfort, die Städtische Katholische Grundschule St. Peter in Rheinberg sowie die Schule am Deich in Rheinberg.
„Die Fördermittel sind nicht ausreichend, um den Bedarf zu decken“, sagt Schneider und fordert: „Das Land NRW muss in seinem Haushalt die richtigen Prioritäten setzen – und die müssen klar bei unseren Kindern liegen. Daher gehören die Zuschüsse aufgestockt.“
Ziel der SPD sei dabei eine kostenfreie, schmackhafte und kindgerechte Verpflegung an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen. „Dabei orientieren wir uns an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, zu denen unter anderem mehrere Portionen Obst und Gemüse pro Tag gehören“, so Schneider.
Von einer zusätzlichen Landesförderung beim Schulobst könnte aus Sicht des Kamp-Lintforters auch die heimische Landwirtschaft profitieren. „Es wäre eine große Chance, Aufmerksamkeit auf gesunde Ernährung mit hochwertigen, saisonalen und regionalen Produkten aus landwirtschaftlicher Erzeugung zu richten, indem das Programm mit Obst und Gemüse aus heimischem Anbau aufgestockt und nicht zusammengekürzt wird“, sagt Schneider. Denn nicht nur die Kreis Weseler Schulen hätten mehr Bedarf. Landesweit fielen 167 Schulen zum Beginn des neuen Schuljahrs aus der bisherigen Förderung.