10.000 Euro für sichere Geburten
Erlös aus Jubiläumskonzert des Lions Club Rheurdt/Niederrhein kommt internationalem Gesundheitsprojekt zugute
RHEURDT/NIEDERRHEIN. Große Freude bei der Spendenübergabe des Lions Club Rheurdt/Niederrhein: Insgesamt 10.000 Euro konnten jetzt an die Hilfsorganisation action medeor übergeben werden. Die Spendensumme stammt aus dem Benefizkonzert zum 35-jährigen Jubiläum des Clubs, das im November 2025 gemeinsam mit dem Landespolizeiorchester NRW im Kulturzentrum Rheinkamp in Moers veranstaltet wurde. Der Lions Club stockte den Erlös der Veranstaltung zusätzlich aus eigenen Mitteln auf.
Die Spende wurde von Clubpräsidentin Sabine Kasper-Wiesner gemeinsam mit den Clubmitgliedern Kathrin Zwanzig und Angelika Wesslén an Stephanie Wickerath von action medeor überreicht. Die „Notapotheke der Welt“, wie action medeor auch genannt wird, engagiert sich seit vielen Jahren weltweit für eine bessere medizinische Versorgung in Krisen- und Armutsregionen.
Hebammen-Ausbildung in Sierra Leone
Die Spendensumme fließt in ein Projekt zur Ausbildung von Hebammen in Sierra Leone. Das westafrikanische Land gehört weiterhin zu den Ländern mit einer sehr hohen Mütter- und Kindersterblichkeit. Gemeinsam mit der Caritas Sierra Leone betreibt action medeor seit 2017 eine Hebammenschule in der Stadt Bo. Dort werden jedes Jahr rund 50 Hebammen und Geburtshelferinnen ausgebildet. Sie verbessern anschließend sowohl in Krankenhäusern als auch bei Hausgeburten die medizinische Versorgung von Müttern und Neugeborenen – insbesondere in ländlichen Regionen. Mit der Spende des Lions Club Rheurdt/Niederrhein können unter anderem drei sogenannte Hebammentaschen finanziert werden. Diese enthalten wichtige medizinische Materialien und Ausstattungen, die die Absolventinnen für ihre tägliche Arbeit benötigen.
Dankbarkeit und Ausblick
„Wir sind sehr dankbar für diese großartige Unterstützung“, betonte Stephanie Wickerath von action medeor. „Mit der Spende können wir ganz konkret dazu beitragen, die Ausbildung von Hebammen zu stärken und damit die Überlebenschancen von Müttern und ihren Kindern nachhaltig zu verbessern.“
„Es ist beeindruckend zu sehen, wie konkret unsere Hilfe ankommt und wie viele Menschen davon profitieren“, ergänzte Präsidentin Sabine Kasper-Wiesner bei der Übergabe. „Gerade die Unterstützung von Frauen und Kindern liegt uns sehr am Herzen.“ Seit 2019 konnten durch die Hebammenschule von action medeor und ihren Partnern bereits mehr als 1.300 Hebammen in Sierra Leone ausgebildet werden – ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Land.