„1:0 für den Frieden“
Zehnte Interreligiöse Friedenswallfahrt in Kevelaer
Es soll einen großen Friedenschor geben von allen Menschen, die gerne Friedenslieder singen möchten - die den Frieden aus ihrem ganzen Herzen herbeisingen möchten. Dabei kommt es nicht darauf an, dass man geübt ist im Singen oder Noten lesen kann. Alle Friedenspilger können einstimmen in bekannte Refrains, klatschen und sich bewegen. Ein Chor aus Chormitgliedern des Theaterchores Kevelaer unter dem Dirigenten Johannes Stammen aus Weeze-Wemb hat seine Teilnahme zugesagt. Mit großem Engagement hat Biggi Lehnen aus Kevelaer ebenso zwei weitere wunderbare Musiker aus dem Iran für diese interreligiösen Friedenswallfahrt gewinnen können: Foroogh Fazit, Pianistin und Sängerin, sowie Siamak Karimpour, Posaune. Beide sind hochqualifizierte Orchester- und Solomusiker und werden auch musikalische Friedensgedanken aus ihrer Heimat nahebringen. Deutlich werden soll vor allen Dingen eine lebendige, dynamische Bewegung für den Frieden in der Welt. Der Titel der diesjährigen interreligiösen Wallfahrt für den Frieden lautet„1:0 für den Frieden“ deutet es schon an: Die Fußball-EM ist vorbei die olympischen Spiele in Paris sind gerade zu Ende gegangen. Internationale sportliche Begegnungen, die aufzeigen konnten, dass Frieden im Miteinander der Nationen und Religionen, der Kulturen und Sportarten möglich ist.
Michael Rubinstein, israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs, wird wieder - wie von Beginn an - als Repräsentant für die jüdische Religionsgemeinschaft als Friedenspilger in Kevelaer sein. Er kommt dafür extra aus Stuttgart an den Niederrhein.
Ahmed Aweimer, ebenfalls von Beginn an dabei, vertritt als Kirchenbeauftragter des Zentralrats der Muslime die muslimischen Friedenspilger.
Für die christlichen Gemeinschaften sind es Pfarrer David Burau von der Evangelisch- Freikirchlichen Gemeinde Kevelaer und Pastor Paul Hagemann von der katholischen Kirchengemeinde St. Marien Kevelaer.
Auch Christel Neudeck, die Ehefrau des 2016 verstorbenen Friedensaktivisten, Journalisten und CAP ANAMUR Begründers Dr. Rupert Neudeck, sowie dessen Bruder Veit sind mit allen Friedenspilgern auf dem Weg. Ebenso wie ein Team der Stiftung „Aktion pro Humanität“. Der dritte Mitbegründer dieser interreligiösen Friedenswallfahrt, der heutige Weihbischof Rolf Lohmann, wird mit einem kurzen Grußwort und seinen Gedanken zum Frieden vertreten sein.
Wie vor zehn Jahren gilt es bis heute, mit dieser interreligiösen Friedensaktion und dem großen Friedenschor aus allen Friedenspilgern nicht nur auf dem Kapellenplatz, sondern weit darüber hinaus mit dieser alljährlichen Friedensinitiative zu klingen.
Ein großes, buntes Schwungtuch steht mit seinen Farben für alle Nationen, Religionen, Kulturen, Sprachen. Es soll, wenn alle gemeinsam anfassen und es in Bewegung halten, ein starkes Zeichen sein, dass Frieden Dynamik und Bereitschaft zu Bewegung benötigt, um die Bälle für eine friedlichere Welt in Dynamik zu halten. Es wird mit ziehen, wenn die Friedenspilger singend und musizierend ein kurzes Stück durch die Stadt gehen. Mit einem Abschlussgebet aller Friedenspilger und der drei abrahamitischen Religionen an der Friedenslicht- Stele endet die zehnte interreligiöse Friedenswallfahrt gegen 18 Uhr.