20 Chancen – Salon der Künstler

NIEDERRHEIN. Gold, Silber, Bronze – und dann? Bei vielen Wettbewerben wird schon der 4. Rang als erster Verliererplatz empfunden. Wie gut, dass es den ‚Salon der Künstler‘ gibt. Dort nämlich kann man ab dem 26 März, 19.30 Uhr, im Museum Kurhaus Kleve bei der 14. Auflage ein großes Podium bestaunen. 20 Künstler haben dann die Chance, ihre Werke einem geneigten Publikum zu präsentieren.

Niederrheinlande

Drei Wochen hatten Künstler aus den „Niederrheinlanden“ Zeit, sich digital um einen Ausstellungsplatz zu bewerben. Harald Kunde, Leiter des gastgebenden Museums Kurhaus Kleve: „Niederrheinlande – das ist für uns der Raum zwischen Köln und Utrecht.“ Oha. Da kommt einiges zusammen.

162 Bewerbungen, fünfköpfige Jury

Und richtig: 162 Bewerbungen erhielt das Kurhaus. Jetzt haben fünf Juroren ihre Auswahl getroffen und diskutiert. Die Juroren – allesamt Fachleute in Sachen Kunst: Marie Stel (Museum Het Valkhof, Nimwegen), Alexander Grönert (Museum Schloss Moyland), Stephan Mann (Museum Goch) sowie Susanne Figner und Harald Kunde (beide vom Museum Kurhaus Kleve). „162 Bewerbungen sind natürlich fantastisch und belegen, dass es einen Bedarf für Veranstaltungen wie den Salon gibt“, sagt Harald Kunde. „Für die Jury ist die Auswahl ein hartes Stück Arbeit.“
Alle Juroren haben sich im Vorfeld der einzigen und entscheidenden Sitzung mit allen 162 Bewerbungen vertraut gemacht. Kunde: „Jeder von uns ist mit einer persönlichen Shortlist in die Jurysitzung gegangen. Bei mir sind 30 Namen auf der Liste. Wir haben das aber nicht reglementiert.“

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20 Künstler “auf dem Podium”

Die Zahl von 20 Künstlern, die am Ende die Gelegenheit bekommen werden, ihre Werke zu präsentieren, habe, so Kunde, natürlich etwas „mit der räumlichen Kapazität unseres Hauses zu tun“. Die Arithmetik ist einfach: Zehn Räume stehen zur Verfügung – zwei ‚Positionen‘ werden pro Raum zu sehen sein.
Am Donnerstag um 11 Uhr begann die Jurysitzung. In einer ersten Pause (um 15 Uhr) sprachen die NN mit Harald Kunde. „Das kann hier durchaus noch länger dauern, aber wir wollen heute zu einer Entscheidung kommen. Morgen werden wir dann im Lauf des Vormittags die Künstler benachrichtigen, für die wir uns entschieden haben.“ Namen, so Kunde, würden erst dann veröffentlicht, wenn alle Salonteilnehmer informiert seien. „Wir werden die Namen erst veröffentlichen, nachdem wir mit den ausgewählten Künstlern gesprochen haben.“ Das leuchtet ein.

Wie wär’s mit einer Kooperation?

Gibt es eigentlich einen festen Rhythmus für die Ausrichtung des Salons? „Als ich nach Kleve kam, war das eher eine lockere Folge. Seitdem findet der Salon alle fünf Jahre statt. Für mich ist es nun das dritte Mal.“
Während man so über den Salon der Künstler nachdenkt, taucht der Gedanke auf, ob es nicht schön wäre, wenn sich die Museen Moyland, Goch und Het Valkhof zusammentäten. Natürlich – die logistische Herausforderung würde dadurch bestimmt noch einmal größer, aber es könnte ein Signal sein, dass in die Niederrheinlande ausstrahlt.
Museumsausstellungen gelten in Künstlerkreisen schon als eine Art Adelstitel. Publikum für eine solche Ausstellung dürfte auch zu „rekrutieren“ sein.
Bei Redaktionsschluss waren noch nicht alle Teilnehmer benachrichtigt, aber die NN werden die Liste der ausgewählten Künstler zeitnah auf www.niederrhein-nachrichten. de und Facebook veröffentlichen.

Drei in Kleve lebende Künstler haben es übrigens “in den Salon geschafft”. Gratulation an Monika Buchen, Gerd Borkelmann und Janusz Grünspek.