GOCH. Die Botschaft, die Frank Bömler, 1. Vorsitzender des Festkomitees Gocher Karneval (RZK) für alle Jecken hat, ist eindeutig: „Nach heutigem Stand der Dinge soll die Session stattfinden!“ Es sei ein denkwürdiger Tag, so Bömler beim Treffen im Hause der Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze, die zusammen mit den Stadtwerken Goch Premiumpartner des Karnevals in der Weberstadt ist. Die Infektionszahlen seien auf dem Höchststand und man mache eine Pressekonferenz zum Thema Karneval. Aber: „Das ist richtig und wichtig; seit Aschermittwoch befinden wir uns in enger Abstimmung mit den karnevalstreibenden Vereinen in Goch, der Stadt und den Behörden.“ Zudem hat das RZK von einer externen Firma ein umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept erstellen lassen, das wöchentlich fortgeschrieben wird und auf das alle Vereine immer tagesaktuell Zugriff haben (die NN berichteten). Das offizielle närrische Treiben in Goch findet zudem unter der 2G-Regel statt (geimpft oder genesen).

Prinzenkür und 
Prinzentreffen

So können aller Voraussicht nach wieder 1.000 Jecken bei der Kür des Prinzenpaares, das bekanntlich die 1. Große Gocher Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß 1956 stellt, im „Gocher Gürzenich“, in der Sporthalle des Gymnasiums dabei sein. Am 7. Januar, um 19.11 Uhr, geht es – moderiert von RZK-Sitzungspräsident Jürgen Hemmers – nach einem Jahr Wartezeit endlich los. Die Musikbegleitung liegt wieder in den Händen der „Skyliners“, die Funker Twens der Klever Schwanenfunker gestalten das Entrée, wie es RZK-Geschäftsführer Heinz Arntz formuliert, Bürgermeis­ter Ulrich Knickrehm kürt das Prinzenpaar und die Gocher Karnevalsvereine (AKV Valis Comitis, Kolping Karneval Komitee, Vrouwenpoort) tragen mit verschiedenen Tanzdarbietungen das ihrige zum Programm bei. Die rot-weiße Prinzengarde bringt noch einen Überraschungsgast mit. Mit den beiden Kultbands „de Boore“ und „Kolibris“ wird es kölsch auf der Bühne. „de Boore“ feiern übrigens ein närrisches Jubiläum: Die Band wird zweimal elf Jahre alt – 60 Titel und über 4.000 Auftritte in Köln und Umgebung sind es inzwischen. Die „Kolibris“ stehen seit 30 Jahren für kölsche Musik im Karneval.

Das Prinzentreffen mit vielen Abordnungen aus der näheren und weiteren Umgebung beginnt dann an gleicher Stelle am Sonntag, 9. Januar, um 11.11 Uhr. Die Show- und Party-Big-Band „De Bajaasch“ tritt an, um den Saal zum Kochen zu bringen. Die Tanz- und Reitergarde des Clubs der Pferdefreunde Goch zeigt ihren Showtanz, die Funken der 1. GGK Rot-Weiß präsentieren Gardetanz, ebenso stehen die Viktoria-Funken, die Funken der Karnevalsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Goch und die Funkengarde der IPK Pfalzdorf auf der großen Bühne. „Jung, kölsch, positiv bekloppt“ – Entertainer Timo Schwarzendahl hat eigene Songs und Coverversionen im Gepäck. Zum Schluss wollen die „Kleefse Tön“ den Saal erobern. Für Prinzenkür und Prinzentreffen gibt es wieder die Kombikarte (35 Euro); die Einzelkarte für die Kür kostet 25, für das Prinzentreffen zwölf Euro. Karten kann man ab Anfang Dezember per Mail an Heinz.Arntz@rzk-goch.de bestellen.

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Gocher Festzelt

„Wir waren 2020 das letzte große Ereignis am Niederrhein“, blickt Bernd Dicks (Next Events) auf die Pandemie-Monate zurück, „umso mehr freuen wir uns, dass wir 2022 wieder am Start sind.“ Seit 2015 zeichnet Next Events für das Gocher Festzelt auf dem Klosterplatz verantwortlich und möchte den Jecken nach der Corona-Pause wieder jede Menge Spaß bieten. Das beginnt mit dem Möhneball am Donnerstag, 24. Februar, 15.11 Uhr (Einlass ab 18 Jahren, Eintritt 15 Euro, inklusive 50 Cent Rosenmontagszug-Spende, zuzüglich 1,50 Euro Ticketgebühr). „Wir haben ja ein Mallorca-affines Publikum“, weiß Bernd Dicks. So wird „Almklausi“ mit seinem Hit „Mama Laudaaa“ auf der Zelt-Bühne stehen: „43 Millionen Spotify-Streams sprechen für sich.“

Seit zwei Jahren arbeite man außerdem daran, eine kölsche Band an den Karnevalstagen nach Goch zu holen. Das ist jetzt gelungen: Am Samstag, 26. Februar, nach dem Rathaussturm, ist „Cat Ballou“ im Gocher Festzelt zu Gast. Normalerweise seien diese Bands im Kölner Karneval im Zwei-Stunden-Takt gebucht: „Da braucht man schon gute Argumente, um sie nach Goch zu holen“, freut sich Bernd Dicks. Hier kostet der Eintritt 13 Euro (inklusive 50 Cent Rosenmontagszug-Spende, zuzüglich 1,50 Euro Ticketgebühr, es gelten die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes). Der Sonntag, 25. Februar, gehört traditionell den vielen hundert Gocher Tanzmädchen, wenn es ab 13.11 Uhr, bei freiem Eintritt wieder „Mariechen Tanz‘ – Familiennachmittag für Jung und Alt“ heißt. Hier können sie auf der großen Bühne zeigen, was sie im Training gelernt haben.

Am Rosenmontag, 28. Februar, ab 15.11 Uhr, steigt die „After Zoch Party“ (Einlass ab 16 Jahren, Eintritt 14 Euro inklusive 50 Cent Rosenmontagszug-Spende, zuzüglich 1,50 Euro Ticketgebühr). Ikke Hüftgold und Honk! wollen mit dem Publikum feiern. Mit „Ich schwanke noch“ hatte Ikke Hüftgold einen der Partykracher des Jahres, der bei Spotify sieben Millionen Mal gestreamt wurde. Honk! machte sich mit Hits wie „Hallo Helmut“ und „Anna-Lena“ in der Party- und Mallorca-Szene einen Namen. Der Kartenvorverkauf für das Gocher Festzelt beginnt am Donnerstag, 11. November. Dann gibt es die Tickets für Möhneball, Rathaussturm und After Zoch Party ausschließlich online unter www.gocher-festzelt.de. Gefeiert wird natürlich auch im Gocher Festzelt unter der 2G-Regel, die Kapazität ist wie immer auf 4.000 Besucher ausgelegt. „Wir mussten die Eintritts­preise allerdings moderat erhöhen“, erläuert Bernd Dicks, „es liegt an den gestiegenen Produktionskos­ten; das sehen wir auch bei den Planungen für Festivals.“

„Wir haben es in Goch geschafft, wieder gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen“, unter­s­treicht Frank Bömler. Carlo Marks, Geschäftsführer der Stadtwerke Goch, betont ebenfalls den verbindenden Charakter des Karnevals: „Er bietet die Chance, das Miteinander zu verbessern.“ Denn das habe den Menschen in den Pandemie-Monaten gefehlt: „Einfach einmal an der Theke quatschen und Kleinigkeiten bereinigen.“ „Wir können uns alle nur auf den Karneval freuen“, so Thomas Müller, Vorstandsvorsitzender der Verbandssparkasse. Und wenn sich jeder verantwortungsvoll verhalte, dann könne man hinterher sagen: „War das eine schöne Zeit.“

Foto: Schauen zuversichtlich auf die Session (vl): Thomas Müller, Vorstandsvorsitzender der Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze, Bernd Dicks (Next Events), Stefan Eich (Sparkassen-Vorstandsmitglied), Carlo Marks (Geschäftsführer Stadtwerke Goch), Frank Bömler, 1. Vorsitzender des Festkomitees Gocher Karneval (RZK) und Heinz Arntz (Geschäftsführer RZK Goch). NN-Foto: CDS