GOCH. (CDS). Morgen, am 15. August, startet sie offiziell: Die Geschichtsrunde innerhalb des „Gocher history meets Streetart Urban Art Festival 2021“. In den vergangenen zwei Wochen haben Künstler aus der ganzen Welt Goch in eine wahre Freiluft-Galerie und einen Hotspot für Urban Art verwandelt. Mit dabei Spear, Hera, Mr. Woodland, Nean Kingdom  und Bananensprayer Thomas Baumgärtel, der am Hochhaus Gärtnerweg 14 sein Markenzeichen hinterlassen hat – in enger und guter Zusammenarbeit mit der Firma Wohnbau. Und noch viele weitere Künstler warten darauf, entdeckt zu werden.

Kurator Benjamin Taag freut sich, dass in diesem Jahr nicht nur weitere Künstler, sondern auch so viele neue Spots dazu gekommen sind. Hausgiebel, Mauern, Brücken und Wände in der ganzen Stadt haben ein ganz neues Gesicht bekommen – und das dauerhaft für die nächs­ten Jahre. Auch die lokale Szene hat Taag mit ins Boot geholt und den Beteiligten angeboten, selber eine Fläche für das Festival zu gestalten. So ein Festival stemmt man nicht ohne Sponsoren; viele Unternehmen aus der Region haben sich engagiert, zum Beispiel Preise gesponsert und der Heimatverein Goch hat die Schirmherrschaft für das Festival übernommen. Helfend zur Seite stand er auch bei der Erstellung der Geschichtsrunde, zu der Mareike Taag die Idee hatte.

Geschichtsrunde

Im Mittelpunkt stehen Leni Valk und ihre Familie – die Gocherin wurde mit neun Jahren im KZ Sobibor ermordet. Der Berliner Künstler Lacuna hat an einer Garagenwand an der Susmühle ein Familienbild angebracht, Leni ist da nur als Silhoutte zu sehen. Dafür taucht sie an verschiedenen Stellen in der Stadt wieder auf (die NN berichteten ausführlich). In der Laufmappe finden sich zur Geschichte der Familie Valk QR-Codes mit hinterlegten Videos. Eingebettet in die Videos werden Bilder von Stefan Artz, der historische und neue Ansichten der Geschichtsstationen kombiniert. Außerdem gibt es vier QR-Codes zu „Dingen, die Du über Goch noch nicht wusstest“ – entstanden sind die witzigen und ungewöhnlichen Geschichten gemeinsam mit Franz van Well vom Heimatverein Goch – vielen dürfte er als Spezialist für Gocher Platt bestens bekannt sein. Gekoppelt ist die Geschichtsrunde wie bei der ersten Auflage in 2020 an ein Gewinnspiel. Am Schluss der Videos werden Fragen gestellt, die man dann durchs Zuhören oder vor Ort suchen beantworten kann. Bis zum Sonntag, 12. September, 12.30 Uhr, kann man seine Lösungen bei Heicks und Teutenberg, Brückenstraße 43, in Goch, in die Sammelbox werfen – gut erkennbar an den vielen Stickern. Die Bekanntgabe der Gewinner findet am 12. September, um 15.30 Uhr, live am Steintor in Goch statt, zeitgleich mit dem „Tag des offenen Denkmals“, den der Heimatverein Goch organisiert. Die Laufmappe, in der alle Streetart-Spots verzeichnet sind, gibt‘s hier: Kultourbühne Goch, Museum Goch, Volksbank an der Niers, Bäckerei Heicks und Teutenberg, La Taverna da Elio, Eis-Cafe Italia, Geschenkehaus Peters, Eis Cafe San Remo, GoFair Weltladen, Leas BlumengARTen, Euronics Thonnet und im Download unter www.heimatverein-goch.de

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Fotos: Veranstalter