Silke Gorißen
Unterstützen Silke Gorißen (3.v.l.) bei ihrer Kandidatur: Stefan Rouenhoff, Manfred Lorenz, Günther Bergmann und Margret Voßeler-Deppe (v.l.) NN-Foto: SP

KREIS KLEVE. Jung, modern und weiblich: Die CDU im Kreis Kleve habe sich in den vergangenen Monaten erneuert und gut aufgestellt, sagt Manfred Lorenz, Kreisgeschäftsführer der CDU Kreis Kleve: „Dass wir nun mit Silke Gorißen die erste Landratskandidatin haben, ist ein starkes Zeichen der CDU. Alle reden über Frauen in Führungspositionen und in der Politik – wir tun’s einfach.“ Die 48-jährige Juristin könne dabei Geschichte schreiben. „Sie wäre die erste Landrätin im Kreis Kleve und erst die zweite Landrätin in Nordrhein-Westfalen“, sagt Lorenz. Lediglich in Soest gebe es bereits eine Frau in dieser Position.

Die in Kleve geborene und in Bedburg-Hau lebende Silke Gorißen sei als Juristin „prädestiniert, um Landrätin zu werden“. Zudem bringe sie sehr viel politische Erfahrung auf kommunaler, aber auch auf Landes- und Bundesebene mit. „Ich denke, dass mein großer Vorteil jedoch ist, dass ich nicht aus der Verwaltung komme, sondern den Blick von außen kenne. Der ist häufig hilfreich“, meint Gorißen. Als Rechtsanwältin, die seit 1999 eine eigene Kanzlei betreibt, kenne sie die Sorgen und Nöten der Unternehmer, als Mutter eines sechsjährigen Sohnes zudem die von vielen Familien. „Sie weiß, wie die Welt draußen tickt“, sagt Lorenz.

Mit 48 Jahren sei Silke Gorißen zudem eine Landrätin für die Zukunft. „Sie steht nicht kurz vor der Rente, sondern bietet eine Perspektive. Sie möchte nicht nur säen, sondern auch ernten“, meint Lorenz. Auch Gorißen selbst hat ihr Wahlkampfprogramm nicht nur auf eine Amtszeit aufgebaut. „Ich möchte in fünf Jahren wiedergewählt werden. Mir ist bewusst, dass ich mich dann an dem messen lassen muss, was ich von dem umgesetzt habe, was ich jetzt sage. In den fünf Jahren kann man vieles erreichen, aber vieles auch erst in einer zweiten Amtsperiode“, sagt Gorißen. Deshalb blicke sie perspektivisch in die Zukunft.

Flexiblere Betreuung

Zu ihren Zielen als Landrätin des Kreises Kleve gehöre unter anderem eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit flexibleren Betreuungsangeboten zu schaffen. „Wir hören auf der einen Seite immer wieder, dass in Krankenhäusern und in der Altenpflege ein Fachkräftemangel herrscht. Auf der anderen Seite sagen viele Mütter, dass sie ja gerne arbeiten würden, aber im Schichtsystem keine Betreuung für ihre Kinder gewährleisten können“, sagt Gorißen. Hier müsse das Angebot deutlich flexibler und angepasst werden.

Sie selbst zeige aber auch, dass Familie und Beruf für eine Mutter vereinbar seien, wenn Hilfe da sei. „Mein Partner und ich leben eine sehr gleichgestellte Partnerschaft. Er hat nun als Richter den Vorsitz einer großen Strafkammer am Landgericht Kleve übernommen. Dadurch ist gewährleistet, dass er Zuhause ist, wenn unser Sohn von der Schule kommt. Hätte ich Bedenken gehabt, dass es meinem Sohn nicht gut ginge, wenn ich Landrätin werde, hätte ich niemals die Kandidatur angenommen“, sagt Gorißen. Sie sei deshalb sehr sicher, dass sie die Herausforderungen des Jobs als Landrätin des Kreises Kleve und die einer Mutter gemeinsam mit ihrer Familie stemmen könne.

Moderne Kreisverwaltung

Ein weiteres Anliegen sei, für eine moderne und serviceorientierte Kreisverwaltung mit umfangreichen digitalen Angeboten zu sorgen. „Als selbstständige Rechtsanwältin weiß ich, wie wichtig eine gute Teamführung und Teamarbeit ist“, sagt Silke Gorißen. Für beides stehe sie. Die größte Aufgabe sei aber wohl die Digitalisierung der Kreisverwaltung, die sie jedoch ebenso anstrebe wie eine gute und enge Zusammenarbeit von Kreis und Kommunen. Dabei sei ihr vor allem Transparenz enorm wichtig.

Seit 2009 ist Silke Gorißen Partei- und Fraktionsvorsitzende der CDU Bedburg-Hau; seit 2017 zudem stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende im Kreisverband Kleve. „Insgesamt blicke ich auf 20 Jahre Mitarbeit im Vorstand der Kreis-CDU in unterschiedlichen Positionen zurück“, sagt die 48-Jährige. Diese Erfahrung komme ihr zugute und diese wolle sie unter anderem auch dafür einsetzen, den Mittelstand und das Handwerk in einer Top-Wirtschaftsregion zu stärken. „Um solche Themen voranzubringen, ist es allerdings hilfreich, dass wir als CDU auf allen Ebenen vertreten sind. Wir können gemeinsam eine mittelstandsfreundliche Politik gestalten“, meint Stefan Rouenhoff, der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve.